Das Neueste

 

 

 

Dezember 2011

Der neue Klöppel der Petersglocke

Zu unserer großen Freude ist der neue Klöppel der Petersglocke inzwischen fertiggestellt und wird zur Zeit in den Niederlanden bei der Firma Royal Eijsbouts in Asten in seiner neuen Aufhängung montiert. Im Laufe dieser Woche wurde er von der Firma UTi Deutschland GmbH in Troisdorf unentgeltlich nach Köln gebracht.

Am Freitag, den 2. Dezember, gegen 10:00 Uhr wurden Klöppel und Aufhängung in die Glockenstube des Kölner Domes gebracht. Dazu wurden sie zunächst in den Dominnenraum gefahren und durch die Gewölbeöffnung im Westen des Mittelschiffes, zwischen den Türmen, nach oben gezogen.

Die anschließende Montage und Justierung des Klöppels durch die Mitarbeiter von Eijsbouts sowie der Einbau eines neuen Glockenantriebs, durch die Herforder Elektromotoren-Werke (HEW) finden zwischen dem 2. und 7. Dezember statt. Nach Abschluss der Montagearbeiten, bei denen die Glocke bereits wiederholt probeweise angeläutet wird, findet am 7. Dezember um 16:00 Uhr ein abschließendes Probeläuten statt.

Das erste Mal offiziell wird der "Decke Pitter" am Vorabend des Hochfestes der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria um 19.30 Uhr zu hören sein. An der abschließenden Feinjustierung der Glocke wird sicher aber auch noch an den Folgetagen gearbeitet werden.

 

Oktober 2011

Petersglocke

Klöppel der Petersglocke angeschmiedet
Am Samstag, den 8. Oktober, wurde bei der Firma Edelstahl Rosswag GmbH in
Pfinztal-Kleinsteinbach der neue Klöppel für die Petersglocke angeschmiedet.

Die Dombauverwaltung ist voller Zuversicht, dass der "Decke Pitter" bis Weihnachten wieder hergestellt sein wird.

Weitere Infos: http://www.dombau-koeln.de/ unter Aktuelles.


 

Tatkräftig jeck op d`r Dom – 11.111,11 Euro für den Zentral-Dombau-Verein

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Zusammenarbeit mit dem Karnevalsverein "UNGER UNS" von 1948 e.V. wird fortgesetzt.

Wir möchten Rosenmontag nicht nur am Dom vorbeiziehen, sondern aktiv etwas für den Dom tun und den ZDV dabei unterstützen, neue Mitglieder zu begeistern und Förderer zu gewinnen, damit eines der großartigsten architektonischen Meisterwerke und Wahrzeichen der Stadt auch für folgende Generationen erhalten bleibt.

 


Udo Beyers, Präsident des Kölner Karnevals Verein „UNGER UNS“ von 1948 e.V., Michael H. G. Hoffmann Präsident des Zentral-Dombau-Verein zu Köln von 1842 (Foto: ZDV)


 

September 2011

150. Todestag von Dombaumeister Ernst Friedrich Zwirner

Am 22. September 2011 jährt sich der Todestag des Kölner Dombaumeisters Ernst Friedrich Zwirner zum 150. Mal. Sein Name ist auf das Engste mit der Fertigstellung des Kölner Domes verbunden, die unter seiner Leitung seit der Mitte der 1830er Jahre planerisch vorbereitet wurde und mit der Grundsteinlegung zum Vollendungsbau am 4. September 1842 offiziell begann.

Gemälde Friedrich Zwirner von
Everhard Bourel, 1862

(Foto: Dombauarchiv, Matz und Schenk)

Zwirner war am 18. Februar 1802 in dem kleinen oberschlesischen Ort Jakobswalde (heute poln.: Kotlarnia) als Sohn des Hütteninspektors und Polizeidistriktkommissars Ernst Friedrich Traugott Zwirner und dessen Gattin Eleonore Helene Marianne, geb. Augustini, geboren worden. Nach dem Besuch des Gymnasiums in Brieg (Brzeg) studierte Zwirner an der Bauschule in Breslau (Wroclaw) und an der Berliner Bauakademie Architektur. Nach seiner Prüfung zum Baukondukteur 1828 wurde er von Karl Friedrich Schinkel (1781–1841) mit der Bauleitung des Kolberger (Kolobrzeg) Rathauses betraut. Anschließend arbeitete er in der Berliner Oberbaudeputation, ehe er 1833 nach Köln berufen wurde. Dort sollte er nach dem Tod des für den Kölner Dom zuständigen Bauinspektors Friedrich Adolf Ahlert (1788–1833) die

Restaurierung der im Mittelalter unvollendet gebliebenen Kathedrale fortführen. Bald nach seiner Ankunft begann er neben den laufenden Restaurierungsarbeiten auch die Fertigstellung des gewaltigen Kirchenbaues vorzubereiten.

Am 4. September 1842 wurde schließlich vom preußischen König Friedrich Wilhelm IV. (1840–1861) der Grundstein zur Domvollendung gelegt. Die Fertigstellung des Domes 1880 erlebte Zwirner jedoch nicht mehr. Er starb fast zwanzig Jahre zuvor am 22. September 1861. Zu diesem Zeitpunkt waren aber immerhin bereits Lang- und Querhaus des Domes mit Ausnahme der Gewölbe und des Strebewerkes fertiggestellt und der noch heute vorhandene eiserne Dachstuhl mit dem Vierungsturm errichtet worden. Am 15. Oktober 1860 hatte Zwirner noch eigenhändig den goldenen Stern auf dessen Spitze setzen können. Bei der Erneuerung der Außenverkleidung des Vierungsturmes nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte der Stern zu den wenigen Elementen, die von der ursprünglichen Gestaltung des 19. Jahrhunderts beibehalten wurden.

Während Zwirner bei der Vollendung des Domes zumeist seine eigene Schöpferkraft der Idee unterordnen musste, den Dom getreu nach den mittelalterlichen Plänen zu vollenden, gehörte der Vierungsturm neben den beiden Querhausfassaden zu den eigenständigeren Entwürfen des Architekten für den Dom. Für diese Bereiche waren keine mittelalterlichen Planungen überliefert. Zwirners gegen vehemente Widerstände durchgesetzte Entscheidung für einen eisernen Dachstuhl über dem Dom hat sich langfristig bewährt. Insbesondere im Zweiten Weltkrieg hat der Kölner Dom der Eisenkonstruktion ohne jeden Zweifel sehr viel zu verdanken. Beachtenswert war auch das für seine Zeit ungewöhnlich starke soziale Engagement des Dombaumeisters, der sich energisch für die Belange seiner Mitarbeiter einsetzte. Unter anderem gründete er eine betriebsinterne Krankenkasse und sorgte für den Unterhalt der Witwen von verstorbenen Mitarbeitern.


Vierungsturm
(Foto: Dombauarchiv,
Matz und Schenk)

Neben seinem Engagement für den Kölner Dom war Zwirner auch als Architekt für andere Bauten tätig, bei denen er sehr viel freier gestalten konnte. So stammen von ihm zum Beispiel die Entwürfe für die Apollinariskirche in Remagen und die zerstörte Synagoge in der Kölner Glockengasse sowie die Planungen für den Umbau von Schloss Moyland am Niederrhein.

Anlässlich seines Todestages wird ab dem 25. September 2011 im Haus Schlesien in Königswinter-Heisterbacherrott eine kleine Ausstellung über Ernst Friedrich Zwirner zu sehen sein. Ausgestellt sind unter anderem auch Exponate aus dem Besitz des Kölner Domes.

Die Kölner Dombauhütte gedenkt ihres einstigen Dombaumeisters mit einem Besuch seines Grabes auf dem Kölner Melatenfriedhof. Da die Dombaumeisterin Prof. Dr. Barbara Schock-Werner am Todestag selbst verhindert sein wird, soll der Besuch des Grabes am Dienstag, den 27. September um 10:30 Uhr stattfinden.

In seinem Geburtsort, heute ein Ortsteil der Gemeinde Bierawa, erinnert seit 2007 eine Gedenktafel an den wohl berühmtesten Sohn des Ortes. Die Tafel wurde auf Initiative des wissenschaftlichen Rates der Eichendorff-Stiftung in Lubowice (Lubowitz) geschaffen und im Beisein des Kölner Dompropstes Dr. Norbert Feldhoff vom Opelner Weihbischof Jan Kopiec geweiht. In Köln gibt es abgesehen von der Zwirnerstraße und einer Figur am Rathausturm bisher kein Denkmal dieses herausragenden Baumeisters. Eine Gedenktafel für alle namentlich bekannten Kölner Dombaumeister, die im öffentlich zugänglichen Bereich der Ausgrabungen (über das neue Eingangsgebäude zur Turmbesteigung) unter dem Dom aufgestellt werden soll, ist zur Zeit in Vorbereitung. Ab dem Todestag Zwirners soll der Entwurf zu der Gedenkplatte an deren künftigem Standort für ein paar Tage der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Matthias Deml / Dombauverwaltung


 

Laufende Bauarbeiten im Kölner Dom

Zur Zeit finden hinter einer mit schwarzen Tüchern verhängten Absperrung im Südquerhaus des Domes Ausgrabungen statt. Grund dieser Ausgrabungen ist nicht archäologisches Interesse, sondern die Notwendigkeit, das im Rahmen von Führungen zu besichtigende Grabungsgelände unter dem Kölner Dom besser zu erschließen. Bisher führten die Führungen, die sich großer Beliebtheit erfreuen, durch einen einzigen Korridor der unter dem Langhaus des Domes verläuft. Es hat sich allerdings gezeigt, dass durch einen relativ kurzen Durchbruch ein neuer Verbindungsgang zwischen den Ausgrabungsbereichen unter den südlichen Seitenschiffen und dem Querhaus hergestellt werden kann. Dies bedeutet eine enorme Entlastung des Führungsbetriebes, da dann die Grabung im Rahmen eines Rundganges zu besichtigen sein wird. Zugleich wird die Engstelle unter dem Langhaus entlastet. Das Projekt steht im Zusammenhang mit der besucherfreundlicheren Neugestaltung des Ausgrabungsareales, die mit der Erschließung des Grabungsgeländes durch die Südturmfundamente begonnen hat.

Domgrabung Köln

Diese stand im Zusammenhang mit dem Bau eines neuen Eingangsgebäudes zur Turmbesteigung in den Jahren 2008–2009. Zunächst werden nur die oberen zwei Meter des neuen Korridors abgetragen, um eine Betondecke in den Bereich einziehen zu können. Anschließend wird die Grabung unter Tage fortgeführt, um den Innenraum des Domes so kurz wie nur möglich durch die Bautätigkeit zu belasten. Die Planung liegt

beim stellvertretenden Dombaumeister Dipl.-Ing. Bernd Billecke. Auch wenn im Grabungsareal keine spektakulären Funde zu erwarten sind, müssen Grabungen unter einem historischen Bauwerk wie dem Kölner Dom immer vom Amt für Archäologische Bodendenkmalpflege der Stadt Köln genehmigt und von der Domgrabung archäologisch betreut werden. Dazu wurden Archäologiestudenten der Universität Köln herangezogen.

 

Juli 2011

Neuerscheinung und Ausstellung

Der Kölner Dom im Zweiten Weltkrieg

Als zehnter Band der Meisterwerke-Reihe ist im Verlag Kölner Dom das Buch von Niklas Möring »Der Kölner Dom im Zweiten Weltkrieg« erschienen. Aus diesem Anlass ist im Foyer des Kölner DOMFORUMs vom 21. Juli bis zum 28. August 2011 eine Ausstellung zum selben Thema zu sehen.

weitere Infos:
http://www.dombau-koeln.de/index.php?id=5&ssl=0

 

Michael Hauck M. A. wird Nachfolger von Dombaumeisterin Prof. Dr. Barbara Schock-Werner

Das Metropolitankapitel Köln hat zum 1. September 2012 als neuen Dombaumeister Herrn Michael Hauck M.A. beauftragt. Die Dombaukommission und der zuständige Landesminister Harry K. Voigtsberger haben dieser Ernennung zugestimmt. Michael Hauck wird ab 1. April 2012 seine Arbeit zunächst als stellvertretender Dombaumeister aufnehmen. Frau Dombaumeister Prof. Dr. Barbara Schock-Werner wird, wie schon berichtet, ihr Amt zum 31. August 2012 aus Altersgründen niederlegen.

http://www.dombau-koeln.de/

 

Juni 2011

Wartung der Domglocken

wie jedes Jahr vor Fronleichnam werden auch in diesem Jahr die Glocken des Kölner Domes gewartet. Sie werden daher am Dienstag, den 21. und Mittwoch, den 22. Juni 2011 wiederholt außerhalb der üblichen Zeiten zu hören sein. Das abschließende Probeläuten ist für den Mittwoch Mittag geplant.

 

Neue Stelen für den Eingangsbereich des Südturmes

Die kölner Produktionsagentur LA CONCEPT unterstützt den Kölner Dom mit einer Spende um mehr Mitglieder für den ZDV zu werben. Am 7.6.2011 wurden zwei Werbestelen im Eingangsbereich des Südturmes und auf dem Dach aufgestellt.

Wir danken für die Unterstützung.

 

Mai 2011

PERPEDALO bringt den Menschen
mit Rikscha-Stadtrundfahrten den
Kölner Dom näher und unterstützt
den ZDV zur Bewerbung neuer
Mitglieder auf drei Velocab-Fahrradtaxis.

 

 

 

 

 

April 2011

Dombaumeisterin Barbara Schock-Werner erhält Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen

Am Donnerstag, den 7. April 2011 verlieh die Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen Hannelore Kraft der Kölner Dombaumeisterin Prof. Dr. Barbara Schock-Werner zusammen mit 16 weiteren Ordensträgern den Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen.

Der 1986 vom damaligen Ministerpräsidenten Johannes Rau gestiftete Orden ist die höchste Auszeichnung, die das Land Nordrhein-Westfalen für besondere Verdienste um Land und Bevölkerung zu vergeben hat. Die Anzahl der Preisträger ist auf insgesamt 2.500 limitiert. Mit der Verleihung des Ordens an die Kölner Dombaumeisterin sollen ihre Verdienste um den Erhalt des zweifellos bedeutendsten Baudenkmals Nordrhein-Westfalens, den Kölner Dom, gewürdigt werden. 

www.dombau-koeln.de/ 

 

März 2011

Ausstellung "Verborgene Schätze" verlängert

Aufgrund des regen Interesses an der Aussstellung „Verborgene Schätze“ in der Schatzkammer des Kölner Domes wurde die Laufzeit um einen Monat bis zum 1. Mai 2011 verlängert. Die Sonderausstellung war am 3. Dezember 2010 aus Anlass des zehnjährigen Jubiläums der neuen Schatzkammer eröffnet worden. Zu sehen sind erstrangige Kölner Goldschmiedearbeiten des 14. Jahrhunderts.

Neben drei Werken des eigenen Bestandes werden 17 erstrangige Exponate aus anderen Schatzkammern und kirchlichen Sammlungen des Erzbistums Köln und der benachbarten Bistümer präsentiert. Da viele der ausgestellten Stücke gewöhnlich nicht oder nur sehr eingeschränkt öffentlich zugänglich sind, bietet die Ausstellung die seltene Möglichkeit einen Blick auf wenig bekannte Hauptwerke der Kölner Goldschmiedekunst des 14. Jahrhunderts zu werfen.

 

Februar 2011

Am  21. Februar 2011 wurde der Klöppel der Petersglocke und seine Aufhängung zu den Glockensachverständigen von ProBell in Kempten gebracht, um eingehend untersucht zu werden. In der zweiten Februar-Woche wurde die Aufhängung des Klöppels aus der Glocke entnommen, was sich als äußerst diffizile Aufgabe erwies.

Die Mutter mit der Schraubenweite 315 war im Laufe der Jahr so stark mit dem Gewinde der sogenannten Seelstange verbacken, dass sie sich nur noch mit einem eigens konstruierten Schlag-Schlüssel (d. i. ein Schraubenschlüssel, der durch Hammerschläge bewegt wird) und äußerstem Kraftaufwand lösen ließ.

In Kempten wird die etwa 1,2 t schwere Aufhängung des Klöppels von dem Materialwissenschaftler Prof. Dierk Hartmann eingehend untersucht. Dabei soll geklärt werden, ob diese in Zukunft wiederverwendet werden kann oder ob Modifikationen notwendig sind.  Am Klöppel selbst soll die Ursache für den Bruch geklärt werden.  Auf Grundlage der Untersuchungsergebnisse wird im Anschluss ein neuer Klöppel für die Petersglocke berechnet. Nach Aussage des Projektleiters von ProBell Dipl.-Ing. Michael Plitzner sollen die Untersuchungen bis Anfang April abgeschlossen sein.

Das Schmieden des neuen Klöppels erfolgt bei der Firma Edelstahl Rosswag in Pfinztal-Kleinsteinbach (nahe Karlsruhe). Der Termin wird erst nach Abschluss der Untersuchungen festgelegt. Der jüngst nach der gleichen Methode berechnete und ebenfalls von Rosswag geschmiedete neue Klöppel der Pummerin im Wiener Stephansdom wird zu Ascher-mittwoch das erste Mal läuten. Die Kölner Dombaumeisterin reist aus diesem Anlass eigens nach Wien, um sich über die dortigen Erfahrungen zu informieren.

 

15.000 Euro für den Dom
(18.2.2011 Kölnische Rundschau)

Die Welt geht vorerst nicht unter, denn am Dom gibt es noch viel zu tun - so viel ist für Michael H. G. Hoffmann den Präsidenten des Zentral-Dombau-Vereins klar. Deshalb spendete die Commerzbank auch in diesem Jahr wieder 15.000 Euro für den Erhalt des Doms. "Wir wollen uns gesellschaftlich engagieren und schätzen die Arbeit des Vereins", sagte der Vorsitzende der Geschäftsleitung, Frank Haderzettel. Hoffmann freute sich: "Diese Spende an uns gibt es seit 15 Jahren". Verwendet wird das Geld für die Restaurierung einer Figur im Dom, die sich die Commerzbank aussuchen kann. (wch) 

 

Januar 2011

Der Kölner Karnevals-Verein „UNGER UNS“ von 1948 e.V. ist ein geselliger Familienverein, dem Festkomitee Kölner Karneval und dem Bund Deutscher Karneval ange-schlossen und führt seit seiner Gründung den Dom in seinem Plaggen. Da liegt es nahe, dass die Erhaltung des Doms auch der “UNGER UNS“-Familie sehr am Herzen liegt und sie sich verpflichtet fühlt, zum Erhalt dieses großartigen Bauwerks beizutragen.

Den Grundstein für eine gute und langfristige Zusammenarbeit legten wir am 11.11.2010 im Senatshotel unter der Schirmherrschaft von Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes mit der Durchführung einer jährlich wiederkeh-renden Benefizveranstaltung zugunsten des Zentral-Dombau-Vereins. U.a. gaben sich bei dieser Gelegenheit Bläck Fööss und das Dreigestirn dieser Session die Ehre.

 

Es stehen bereits weitere Veranstaltungen mit dem Till am Dom auf dem Programm:

Samstag, den 5.2.2011: Tillsitzung im Congress-Saal der Kölnmesse

Karnevals-Sonntag, den 6.2.2011: Till Alaaf im Senatshotel

Sie sind herzlich willkommen!  Karten gibt es unter Tel.: 02202- 927 86 88, E-Mail: wir@ungeruns.de

 

Im neuen Licht:  Domgrabung im Internet

Mit Farbleitsystem durch die Epochen

Eine Million Besucher zählt die Internetseite des Kölner Doms pro Jahr. Auf über 3.500 Seiten findet sich unter www.koelner-dom.de alles Wissenswertes rund um den Kölner Dom, im ausführlichen Rundgang werden Kunstwerke, Fenster und Glocken vorgestellt. Jetzt wurden die Informationen zu den Grabungen unter dem Kölner Dom unter modernen musemspädagogischen Gesichtspunkten neu aufbereitet.

„Was unter dem Dom zu besichtigen ist, ist nun auch im Internet zu sehen", erläutert Dompropst Norbert Feldhoff. Die einzelnen Funde und Grabungsareale wurden mittels eines Farbleitsystems den jeweiligen Epochen zugeordnet. So kann man gezielt einen Überblick sowohl über die einzelnen Epochen, als auch über die Entwicklung und ihre zeitliche Abfolge gewinnen.

Zudem gibt es nicht nur Information zur Geschichte der Grabung selbst, sondern auch einführende Texte zu den wichtigsten Epochen der Baugeschichte des Kölner Domes und seiner Vorgängerkirchen. Auch ein Animationsfilm erläutert in anschaulicher Weise die Bauphasen des Kölner Doms von den Anfängen bis zu seinem heutigen Erscheinungsbild.

„Ein großes, dreidimensionales Gipsmodell stand für die neue Präsentation im Internet Pate", so der Dompropst. Dieses Modell ist auch auf den Internetseiten zu sehen und gehört zur Grabungsausstellung. Es zeigt anschaulich die Lage der Grabungsbefunde, die durch unterschiedliche Einfärbung leicht den historischen Epochen zugeordnet werden können. „ Wir freuen uns nun auf zahlreiche Besucher der virtuellen Domgrabung. Es lohnt sich", verspricht auch Petra Dierkes von der Stabsabteilung Medien, die die Homepage des Doms redaktionell betreut.

Bild des Gipsmodells: http://www.koelner-dom.de/19610.html

Weitere Informationen: Petra Dierkes, Erzbistum Köln, Stabsabteilung Medien
Petra.Dierkes@erzbistum-koeln.de   Tel. 0221 – 1642 3175

 

Taschenwärmer für den unbeheizten Dom

Der Kölner Dom wird bekanntlich nicht geheizt, weshalb es im Winter im Innenraum der Kathedrale mit Temperaturen um den Gefrierpunkt wirklich ziemlich kalt werden kann. Daher legen wir allen Dom- und Gottesdienstbesuchern in der kalten Jahreszeit das neueste Produkt des Verlages Kölner Dom ans Herz, oder besser gesagt in die klammen Hände. Es handelt sich um einen kreisrunden Taschenwärmer auf dessen Vorderseite die Westfassade des Domes prangt. Durch Knicken eines kleinen Metallplättchens erhitzt sich die rote Flüssigkeit und wärmt während sie allmählich erstarrt für etwa eine Stunde die Taschen und die darin befindlichen Hände. Zuhause muss man das Gerät nur wenige Minuten in kochendes Wasser legen und es ist wieder einsatzbereit.

Hergestellt wurde das Produkt in China. Dass man auch in diesem fernen Land den Kölner Dom kennt, zeigt die Tatsache, dass die Transportkisten gänzlich ohne jede Adresse alleine mit dem Aufdruck "Cologne Cathedral" ihren Weg zum Dom fanden. Auf die Frage, ob es nicht etwas riskant wäre, die Kisten ohne Adresse auf die Reise zu schicken, reagierten die Chinesischen Partner überrascht: »Den Kölner Dom kennt doch nun wirklich jeder – weltweit« war die Antwort. Tatsächlich sind sie ohne jede Verzögerung bei uns eingetroffen.

Der Taschenwärmer ist zum Preis von nur 2,50 € in den Domläden oder direkt beim Verlag Kölner Dom zu erhalten: www.dombau-koeln.de (direkter Link: Taschenwärmer).

 

Dezember 2010

Tag der offnenen Tür in der Dombauhütte

Am Freitag, den 10. Dezember 2010 öffnet die Kölner Dombauhütte zwischen 11:00 und 18:00 Uhr (letzter Einlass 17:30 Uhr) ihre Pforten zum Tag der offenen Tür, eine einzigartige Gelegenheit für alle, die einmal einen Blick hinter die Kulissen werfen und sich über die Arbeit der Dombauhütte informieren möchten.

Eigens zu diesem Anlass gibt es die einmalige Möglichkeit, im Aufenthaltsraum der Hütte seltene Domgraphiken des 19. und 20. Jahrhunderts zu erwerben. Auch der Verlag Kölner Dom stellt bei dieser Gelegenheit aktuelle Souvenirs und Bücher auf einem eigenen Verkaufstisch vor.

Weitere Informationen unter Dombau-Köln (siehe Aktuelles).

Der ZDV jetzt auch auf Kölner Schienen unterwegs

Mit einer Werbe-Straßenbahn der KVB will der Zentral-Dombau-Verein (ZDV) seinen Bekanntheitsgrad weiter ausbauen. Nach den Testimonials-Spots, in denen sich Kölner Persönlichkeiten zu IHREM Dom bekennen – zu sehen auf infoscreen und centerTV - fährt nun auch eine ZDV-Straßenbahn durch Köln.

Es sollen neue Mitglieder, Freunde und Förderer gewonnen werden, damit der

Dom als eines der großartigsten architektonischen Meisterwerke und als Wahrzeichen der Stadt auch für folgende Generationen erhalten und die finanzielle Grundlage hierfür gesichert bleibt. Die Kosten der baulichen Erhaltung und Restaurierungen des Kölner Doms beliefen sich in den letzten Jahren auf ca. 7 Mio. Euro jährlich. Der Verein trägt davon mehr als 60%; für den Rest kommen Kirche, Land und Stadt auf. Die ewige Baustelle wird auch in den nächsten 100 Jahren eine Solche bleiben – der Dom ohne Gerüst – unvorstellbar! „Denn wenn am Dom nicht mehr gebaut und restauriert wird, geht die Welt unter…“

Ziel ist es, die Verbundenheit der Menschen aller Bevölkerungsschichten zum Verein zu stärken und an das Verantwortungsbewusstsein für unsere Kathedrale zu appellieren.

„Das Schöne ist, wir können mit gutem Gewissen unbescheiden sein, denn je mehr Vereinsmitglieder wir haben, umso mehr Möglichkeiten haben wir, etwas für dieses großartige Bauwerk und Weltkulturerbe zu tun“, so Michael H. G. Hoffmann, Präsident des traditionsreichen Vereins. „Instandhaltungen und Restaurierungen verschlingen im Jahr Millionen und da gilt es, auf uns und unsere Arbeit aufmerksam zu machen.“

Für sämtliche Öffentlichkeitsarbeit des ZDV werden keine Gelder von Mitgliedern verwendet. So unterstützt auch die KVB den ZDV und übernimmt als Sponsor die Kosten für die ZDV-Bahn. Der Präsident bedankt sich ganz besonders bei der KVB, der Kölner Aussenwerbung der Ströer Gruppe und bei Horn Grafik.

 

August 2010

Röntgendiagnostik für „Patient“
Kölner Dom: Verfall auf der Spur

Pilotprojekt am Weltkulturerbe soll Ursachen für
Verwitterung erforschen - DBU fördert

Abgase setzen alten Kirchen schwer zu: Die Bausubstanz der historischen Gebäude wird angegriffen, das Gestein verwittert. Zwar wurde vielerorts das Problem erkannt, doch die Sanierung ist langwierig und teuer. Nun taucht ein zusätzliches Problem auf: Über die Jahrhunderte wurden ganz unterschiedliche Gesteins- und Mörtelsorten verbaut. Denkmalpfleger vermuten, dass sich die verschiedenen Baustoffe untereinander negativ beeinflussen und die Verwitterung so beschleunigen können. Um diese potenzielle Gefahr abzuwenden und die Sanierungsarbeiten nachhaltig zu verbessern, sollen in einem Pilotprojekt die Mauerverbünde des Kölner Doms genauer erforscht werden. Zusätzlich fließen vergleichende Untersuchungen der zwei besser erhaltenen Dome in Xanten und Altenberg ein. Durch aufwendige Simulationen und Laboranalysen sollen neue Erkennt-nisse über die Verwitterungsgründe gewonnen werden. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fördert die Untersuchungen mit rund 125.000 Euro.

„Das Projekt greift ein Problem auf, das bisher in der Denkmalpflege und Bauwerkserhaltung nicht grundsätzlich gelöst werden konnte. Das Vorhaben hat daher Modellcharakter und besitzt hohe fachübergreifende Relevanz“, erläuterte Dr. Fritz Brickwedde, Generalsekretär der DBU. Das Projekt biete die Chance, die Sanierungsarbeiten am Hohen Dom zu Köln als Teil des UNESCO-Weltkulturerbes noch weiter zu verbessern. Von diesem neuen Fachwissen profitiere anschließend auch die gesamte Denkmalpflege.

„In der Geschichte seines Baus wurden am Kölner Dom viele verschiedene Baustoffe verwendet, zum Beispiel verschiedene Sand- und Kalksteine, im Mittelalter auch Trachyt.
Die Auswahl ergab sich aus den Vorlieben der jeweiligen Zeit, aber auch aus der Verfügbarkeit der Gesteine. Mitunter wurden die verschiedenen Sorten aber auch durchmischt“, erklärte die Kölner Dombaumeisterin Prof. Barbara Schock-Werner. Im Vergleich zu den Vergleichsbauten in Xanten und Altenberg weise der Kölner Dom aber sehr ungewöhnliche Verwitterungsbilder auf. Die bisher unbekannten Gründe sollen im nun gestarteten Projekt ermittelt werden: „Mit dem Analyseprogramm wollen wir neue Verwitterungsfaktoren ermitteln und wichtige grundlegende Rahmendaten für die Sanierung von Bauwerken aus Natursteinen sammeln. Die Erkenntnisse sollen dabei helfen, Zeit und Kosten zu sparen sowie die Sanierung insgesamt langlebiger zu gestalten“, so Schock-Werner. Ziel sei es, verlässliche Kriterien für Austausch- und Reparaturmaterialien zu ermitteln. Im Rahmen eines Abschlusskolloquiums sei dann die Präsentation der Ergebnisse für die Fachöffentlichkeit geplant.

Wissenschaftlich begleitet wird das Vorhaben von Prof. Siegfried Siegesmund von der Abteilung Strukturgeologie und Geodynamik am Geowissenschaftlichen Zentrum der Universität Göttingen sowie von Prof. Bernhard Middendorf vom Lehrstuhl Werkstoffe des Bauwesens an der Technischen Universität Dortmund. Im Forschungsprozess sollen unter anderem Klima- und Belastungsdaten erhoben und mit den Werten der Vergangenheit abgeglichen werden. Danach werden Material- und Schadenskartierungen vorgenommen und die jeweiligen Baustoffe in Laborversuchen mit modernsten naturwissenschaftlichen Analysemethoden untersucht. Dazu gehören zum Beispiel die Rasterelektronenmikroskopie oder die Röntgenfluoreszenzanalyse, mit denen der Mörtel genau analysiert und die Schadensbilder bis in den Mikrogefügebereich ermittelt werden können.

Dombaumeisterin Prof. Barbara Schock-Werner und DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde erläutern die Probleme mit den unterschiedlichen Gesteins- und Mörtelsorten am Kölner Dom. 

Juli 2010

Maßwerkkamm an der Westfassade

Was lange währt, wird endlich gut. In den vergangenen Wochen konnte an der Westfassade des Dom ein bereits vor sieben Jahren fertig gestellter Maßwerkkamm versetzt werden. Der aus zehn Einzelstücken bestehende Kamm bekrönt nun wieder die in 47 Metern Höhe vor dem Giebel stehenden Maßwerkbrüstungen.

Die originalen Elemente waren Anfang der 1870er Jahre aus Stenzelberger Latit, einem vulkanischen Gestein gehauen worden, das man im 19. Jahrhundert für besonders widerstandsfähig erachtete. Leider hat sich diese Einschätzung als Irrtum herausgestellt. Nach nur 130 Jahren waren die Werkstücke bereits stark verwittert. Aus diesem Grund entschied sich 2001 die Kölner Dombauhütte, die Elemente nicht wie gewöhnlich aus dem Originalstein, sondern aus Londorfer Basaltlava zu erneuern. Es handelt sich dabei um ein ebenfalls vulkanisches Gestein, das allerdings äußerst verwitterungsresistent ist.

Großherziger Weise bot sich im Juli 2001 die Steinmetz und Bildhauer Innung – Köln an, sieben der zehn Stücke von Steinmetzen verschiedener Innungsbetriebe schlagen zu lassen. Die übrigen Elemente wurden in der Dombauhütte hergestellt. Bereits im Mai 2003 konnte der damalige Obermeister der Innung Martin Schwieren Dombaumeisterin Barbara Schock-Werner die fertigen Stücke übergeben.

Aus Gründen des Bauablaufes war das Versetzen der Stücke erst im Sommer diesen Jahres möglich. Auch wenn man den Maßwerkkamm von der Domplatte aus kaum erkennen kann, so ist die Westfassade des Domes nun wieder ein Stück vollständiger geworden. Grund genug der Steinmetz und Bildhauer Innung und ihrer amtierenden Obermeisterin Adelheid Biermann nochmals herzlich für ihr Engagement zu danken.

Die Arbeitszeit für eines der etwa 70 kg schweren Elemente betrug im Schnitt 60 Arbeitsstunden.

Dezember 2009

Freude schenken um dem Dom zu helfen

Pünktlich zur Adventszeit hat der Verlag  Kölner Dom eine Reihe neuer Postkarten und Dom-Souvenirs in sein Angebot aufgenommen. Neben Postkarten mit weihnachtlichen Motiven – so z. B. der in festlich weihnachtlichem Lichterglanz erstrahlende Domchor oder der Weih-nachtsmarkt vor der Kathedrale – gibt es auch Karten von jüngst entstandenen Bauteilen und Ausstattungsstücken, etwa dem 2007 teilrekonstruierten Judas-Makka-bäusfenster oder dem beeindruckenden Fundamenttunnel im Bereich des neuen Eingangs zur Turmbesteigung. Vor allem finden sich unter den neuen Produkten

Mikrofaser-Brillenputztücher und hochwertige Mousepads mit verschiedenen Dommotiven, wie einem vom nächtlichen Vollmond geheimnisvoll hinterstrahlten Wasserspeier. Eine vollständige Übersicht aller Neuerscheinungen finden Sie unter Verlag Kölner Dom. Der Verkaufserlös kommt, wie bei allen Produkten des Verlages Kölner Dom, unmittelbar und vollständig der Erhaltung des Bauwerks zugute. Für alle Domliebhaber, die noch ein kleines Weihnachtsgeschenk suchen und gleichzeitig etwas zum Erhalt des Gotteshauses beitragen möchten, bietet sich so eine wunderbare Gelegenheit. Alle Produkte sind in den Domläden rund um die Kathedrale oder online beim Verlag Kölner Dom zu erwerben.

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November 2009

Gitter am Grabmal des Erzbischofs Friedrich von Saarwerden geöffnet

Grabtumba des Kölner Erzbischofs Friedrich von Saarwerden

Am 25. November 2009 wurde im LVR-LandesMuseum in Bonn die Ausstellung »Schöne Madonnen am Rhein« eröffnet. Dort werden etwa 60 Madonnen-Skulpturen, aber auch andere Meisterwerke der Bildhauer-kunst aus der Zeit um 1400 präsentiert. Auch der Kölner Dom ist mit zahlreichen Leih-gaben vertreten. Die Skulpturen an der Grabtumba des Kölner  Erzbischofs Friedrich von Saarwerden (1370–1414) in der Marienkapelle des Domes, konnten leider aus konservato-rischen Gründen nicht ausgeliehen werden. Die zu den Höhepunkten Kölner Skulptur der Zeit

 

um 1400 zählenden Figuren werden normaler Weise durch ein Gitter geschützt und sind daher für Dombesucher nur schwer zu sehen. Um Interessierten die Chance zu geben, die Figuren einmal genauer zu studieren, werden die Gitter am Saarwerdengrabmal zu folgenden Zeiten abgenommen:

 30. November 20094. Dezember 2009; 4. Januar 20108. Januar 2010; 1. Februar 20105. Februar 2010; 1. März 20105. März 2010.

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September 2009

Presse-Mitteilung der Dombauverwaltung von Matthias Deml:

Drei heilige Kaiser und ein König kehren zurück



Kaiser Konstantin und Karl der
Große vor der Reinigung

(Foto: Dombauarchiv Köln, A. Wolff )

 

Zurzeit werden an der Westfassade des Kölner Domes Skulpturen der heiligen Kaiser Konstantin, Karl der Große und Heinrich II. sowie des heiligen Königs Stephan von Ungarn wieder aufgestellt.
Die vier etwa lebensgroßen Kalkstein-skulpturen waren im März 2005 abge-nommen worden, um sie in der Dombauhütte zu reinigen und zu restaurieren. Der Erhaltungszustand aller vier Skulpturen war zum Zeitpunkt der Abnahme vergleichsweise gut. Lediglich die Hände der Heiligen mit ihren Attributen waren teilweise stark verwittert oder gänzlich zerstört, die Gewänder und Gesichtszüge hingegen nahezu unversehrt erhalten geblieben. Allerdings war der einst hellgelbe französische Kalkstein vollständig von einer schwarzen Schmutzschicht überzogen.
Alle vier Skulpturen wurden zunächst durch die Restaurierungswerkstatt Karthäuserhof mit Hilfe eines Festkörper-Lasers gereinigt. Dieses Reinigungsverfahren ist zwar sehr zeitaufwändig, dafür besonders schonend. Durch den gebündelten Lichtstrahl wird die dunkle Schmutz-schicht partiell stark erhitzt und verdampft. Die ursprüngliche, helle Steinfarbe kommt wieder zum Vorschein.



Wiederaufstellung Karls des Großen an
der Westfassade des Domes am 17.09.09

(Foto: Dombauarchiv Köln, M. Jürkel)

 

Alle Elemente wurden zunächst in Gips im Maßstab 1:1 modelliert und anschließend in Kalkstein übertragen.
Die vier an den Vorderseiten der Turm-pfeiler seitlich des Hauptportales aufgestellten Skulpturen waren in den 1870er Jahren in der Werkstatt des Dombildhauers Peter Fuchs entstanden. Peter Fuchs und sein Atelier hatten von 1865 an bis in die frühen 1880er Jahre etliche hundert Skulpturen für den Kölner Dom geschaffen. Unter seiner Leitung entstanden nicht nur die aufwändigen Skulpturenprogramme  der Portale an West- und Nordseite des Domes, sondern auch die meisten Skulpturen an den Pfeilern des Lang- und Querhauses sowie die Figuren der Innenwand des Südquerhauses.
Der Plan, an den zwischen den West-portalen liegenden Strebepfeilern Herrscherfiguren anzubringen,
geht letztlich auf ein Konzept Sulpiz Boisserées aus dem Jahr 1845 zurück. Nachdem man zwischenzeitlich auch an eine Darstellung des preußischen Königs und Domförderers Friedrich Wilhelm IV. gedacht hatte, einigte man sich schließlich auf Konstantin, Karl den Großen, Heinrich II. und Stephan von Ungarn.



Wiederaufstellung Karls des Großen an
der Westfassade des Domes am 17.09.09

(Foto: Dombauarchiv Köln, M. Jürkel)

Alle vier Monarchen werden zugleich auch als Heilige verehrt. Sie sind somit Idealbilder des christlichen Herrschers, dessen Aufgabe nicht zuletzt der Schutz der Kirche sein sollte. Es ist gut denkbar, dass bei der Auswahl der Heiligen beim Domkapitel auch politische Überlegungen eine Rolle spielten. Die Entstehung der Skulpturen fällt in die Zeit des Kulturkampfes, einer heftigen Auseinandersetzung zwischen der katho-lischen Kirche und dem protestantisch geprägten preußischen Staat. In ihrer Gestaltung sind die vier Figuren typische Vertreter eines naturalistischen, zum Pathos neigenden Stiles, wie er in wilhelminischer Zeit vorherrschte.
Während es im Fall der vier Skulpturen der Westfassade möglich war, die Originale zu ergänzen und wieder an ihrem ursprünglichen Standort aufzu-stellen, müssen bei stärker zerstörten Skulpturen vollständige Kopien erstellt werden. So wurde zum Beispiel in den vergangenen Tagen an der Nordquer-hausfassade eine Kopie einer schwer zerstörten Franziskusstatue wieder aufgestellt. Die Kopie dieser ebenfalls von Peter Fuchs stammenden in der Mitte durchgebrochenen Skulptur wurde von Josef Düsterhus erstellt.


Kaiser Konstantin nach der
Reinigung und Ergänzung

(Foto: Dombauarchiv Köln,
Matz und Schenk)

 

Da die Lichtstrahlen nur von dunklen Oberflächen absorbiert werden und sie
daher bei hellen Oberflächen wirkungslos bleiben, wird die Skulptur bei diesem Reinigungsverfahren nicht beschädigt.
So kann man an vielen Stellen der gereinigten Skulpturen sogar noch die
ursprünglichen Meißelspuren erkennen.
Nach der Reinigung wurden die Skulpturen durch die Fachhochschule Köln unter Leitung von Dr. Esther von Plehwe-Leisen mit Hilfe von Ultraschall untersucht. Auf diese Weise konnten auch unter der Oberfläche liegende Schädigungen des Steines sichtbar gemacht werden. Anhand dieser
Untersuchung wurde festgestellt, wie weiträumig der Stein im Anschluss an die verwitterten,Teile geschädigt war und vor einer bildhauerischen Ergänzung der Skulpturen abgenommen werden musste. Die zerstörten Elemente der Skulpturen, vor allem Teile der Unter-arme, die Hände und die Attribute,
wurden schließlich durch die Bildhauer Michael Oster und Christoph Hoppe in der Dombauhütte ergänzt. Als Anhalts-punkte für die Teilrekonstruktion dienten ihnen dabei die originalen Entwurfs-zeichnungen und Gipsmodelle des 19. Jahrhunderts und historische Fotografien.

 

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22. Juli 2009

Pressemitteilung der Kölner Dombauverwaltung von Matthias Deml:

Arbeiten am Kölner Dom: Neue Gitter auf der Südseite des Domes

Wer in den letzen Tagen den Roncalliplatz besuchte, hat vielleicht eine kleine, aber wohltuende Veränderung bemerkt. Seit Jahrzehnten nutzt die Kölner Dombauhütte die Zwischenräume zwischen den Strebepfeilern auf der Südseite des Domes als Lager für Steine, Gerüste und andere Baumaterialien. Um diese zu schützen, gab es bisher gestrichene Holzverschläge.  Lange Zeit waren sie zumindest in en Sommermonaten hinter Bäumen versteckt. Seit diese jedoch vor etwa zwei Jahren gefällt werden mussten, fielen die in die Jahre gekommenen Verschläge umso störender ins Auge. Sie wurden daher in den vergangenen Wochen zum größten Teil abgebrochen und zunächst durch provisorische Gitter ersetzt. An ihre Stelle sollen in den kommenden Jahren anspruchsvollere, schmiedeeiserne Gitter treten. Aber bereits jetzt gewinnt die frei geräumte Südansicht des Domes enorm.



Die Papstterrasse im Juli 2009
(Foto: DBV Köln, M. Deml)

 

Die Aufstellung der Gitter steht im Zusammenhang mit der Neugestaltung der so genannten Papstterrasse. Sie nimmt den erhöhten Bereich des Roncalliplatzes unmittelbar vor dem Langhaus des Domes ein. Im Anschluss an die Errichtung des neuen Eingangsgebäudes zu Domturm, Ausgrabungen und Tiefgarage wird die Stadt Köln diesen Bereich in den kommenden Monaten neu gestalten und hier den historischen Petrusbrunnen wieder aufstellen.



Die Papstterrasse bis 2007
(Foto: DBV Köln, B. Schock-Werner)

 

Durch die Aufstellung der Gitter hat die Dombauhütte nun einen weiteren Beitrag zur würdigeren Gestaltung dieses Bereiches der Domumgebung geleistet. Der Verschlag vor dem anschließenden Südquerhaus soll ebenfalls durch ein Gitter ersetzt werden, sobald das hier noch benötigte Baugerüst abgebaut ist.
Ferner ist auch der zerbrochene Schwengel der Kaiserglocke, der an einem der Strebepfeiler angebracht ist, für Interessierte wieder sichtbar. Der Schwengel der 1874 gegossenen und 1918 eingeschmolzenen Kaiserglocke war 1909 beim Läuten der Glocke gebrochen und in die Tiefe gestürzt. Da zu dieser Zeit noch per Hand geläutet wurden, waren zum Zeitpunkt des Unglücks etwa 50 Mann mit dem Glockenläuten beschäftigt. Glücklicher Weise kam aber niemand zu Schaden. Anstelle des gebrochenen Klöppels wurde in der Kaiserglocke eine Stahlkugel montiert, die sich in den Depots des Domes ebenfalls erhalten hat.


Der Klöppel der Kaiserglocke
(Foto: DBV Köln, M. Deml)

 

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Juli 2009

Presse-Mitteilung der Dombauverwaltung von Matthias Deml:

Domdachführungen nun auch in türkischer Sprache

Seit vielen Jahren bereits bietet die Dombauverwaltung Führungen über die Dächer des Kölner Domes an. Neben Führungen in deutscher Sprache waren bisher auch solche auf Englisch, Französisch und Russisch möglich. Nun werden Führungen erstmals auch in türkischer Sprache angeboten. Spanische Führungen sollen folgen.

In Köln gibt es bekanntlich einen großen Anteil von Bürgern türkischer Nationalität oder Herkunft. Es wurde daher bereits seit längerem als Mangel erachtet, dass es bislang nicht möglich war, die bei Kölnern und ihren Gästen so beliebten Führungen über die Dächer des Domes auch in türkischer Sprache anzubieten. Diesem Umstand konnte inzwischen Abhilfe geleistet werden. In Haydar Irmak hat die Dombauverwaltung einen begabten jungen Studenten der Kunstgeschichte mit türkischen Wurzeln gefunden, der sowohl in der deutschen wie in der türkischen Kultur und Sprache zu Hause ist. Er bietet sich daher bestens als Vermittler des Kölner Domes und seiner kulturellen Bedeutung an. So hatte Herr Irmak jüngst erstmals die Möglichkeit, Mitglieder des Rotary Clubs Istanbul in türkischer Sprache über die Dächer des Kölner Domes zu geleiten und Interesse am Kölner Dom zu wecken. Er stieß auf große Begeisterung.
Gruppenführungen über das Hohe Dach und durch die Ausgrabungen des Domes können bei der Dombauverwaltung angemeldet werden.

Hinzuweisen sei auch auf die neu eingerichteten öffentlichen Führungen durch die Ausgrabungen des Domes, die Montags, Mittwochs, Freitags, Samstags und Sonntags jeweils um 15:00 Uhr beginnen. Sie werden zu einem Preis von 10,- € pro Person angeboten. Interessenten melden sich bitte an der Kasse der Turmbesteigung.

Weitere Infos zu den Führungen: <klick!>



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3. April 2009

Neuer Zugang zum Südturm fertig


Wer den Südturm des Doms besteigen will, muss dank der ZDV-Familie künftig nicht mehr Schlange stehen und auch keinen Gottesdienst mehr stören: Der neue Zugang am Roncalliplatz ist fertig, Erzbischof Joachim Kardinal Meisner hat ihn nach 15 Monaten Bauzeit (Januar 2008 bis März 2009) am 3. April 2009 feierlich eingeweiht.

Pro Jahr wollen rund 600.000 Menschen die 509 Stufen des Südturms hochsteigen, den Glockenstuhl mit seinen acht Glocken sehen und den Rundumblick über Köln genießen.

Zwölf Meter lang: Der Tunnel
durchs Mauerfundament des Südturms
Foto: DBA, Matz und Schenk

Bisher mussten sie durch den Dom laufen, um zum Südturm zu kommen; jetzt haben sie ihren „eigenen“ Zugang. Das bedeutet weniger Wartezeit im „Stau“ – und weniger Lärm für Gottesdienstbesucher durch die Turmbesteiger.

Für den neuen Zugang wurde die knapp zwölf Meter dicke Fundament-Mauer des Turms durchbrochen. Allein das Durchqueren dieser Mauer durch den Tunnel ist schon ein Erlebnis. Er führt in einen 120 qm großen Raum im Südturmfundament, der bei archäologischen Ausgrabungen 1994 entdeckt wurde und der jetzt als Kassenraum dient.
Ein zweiter Tunnel durch die gegenüberliegende, nördliche Seite der Fundament-Mauer  dient als Fluchtweg und zugleich als Zugang zu den archäologischen Ausgrabungen unter dem Dom. Damit sind die Grabungsführungen jetzt unabhängig von den Gottesdienst- und Öffnungszeiten des Domes möglich.

Das Projekt hat 5,5 Millionen Euro gekostet. Den Großteil übernahm mit vier Millionen Euro der ZDV; das Land NRW (1 Mio €) und das Domkapitel (0,5 Mio €) trugen die übrigen Kosten. Zeitgleich hat die Stadt Köln am Roncalliplatz die öffentliche Toilettenanlage saniert, einen Aufzug zur Tiefgarage gebaut und den alten Kiosk durch einen Neubau ersetzen lassen, in dem die Hohe Domkirche einen Domladen mit Literatur und Souvenirs betreibt.

(weitere Informationen: Pressemitteilung der Dombauverwaltung vom 3. April 2009)

 

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Dezember 2008

Kölner Domblatt 2008 erschienen

Die 73. Ausgabe des Kölner Domblattes, unseres wissenschaftlichen Jahrbuchs, ist wie die Ausgabe 2007 ein Kolloquiumsband. Er enthält acht Aufsätze zur wechselvollen Geschichte des Neben- und Miteinanders von Christentum und Judentum am Kölner Dom. Die Texte gehen auf Vorträge zurück, die am 19. und 20. November 2006 im Rahmen einer Tagung zum Thema "Der Kölner Dom und 'die Juden'" in der Kölner Karl Rahner Akademie gehalten wurden.

Zu den mittelalterlichen Kunstwerken des Kölner Domes gehören auch Personendarstellungen, darunter einige, die eindeutig als Juden charakterisiert sind. Dabei kommt dem Judenhut eine zentrale Rolle zu. Der spitz zulaufende Hut war seit frühmittelalterlicher Zeit Teil der jüdischen Tracht. Ab dem 12. Jahrhundert wurden Juden zunehmend zum Tragen einer besonderen Kleidung, unter anderem des Judenhutes verpflichtet. Das gehörte zu den im Mittelalter für viele soziale Gruppen üblichen Kleidervorschriften, hatte aber auch bereits diskriminierenden Charakter. Bei den Darstellungen im Dom dient der Hut zum Einen der Kennzeichnung von alttestamentarischen Gestalten als Angehörige des Volkes Israel, zeigt aber zum Anderen auch deutlich antijüdische Tendenzen, wie etwa bei den beiden Schergen der Geißelung Christi am Dreikönigenschrein. Offener Judenhass tritt insbesondere bei zwei Reliefs am Chorgestühl zu Tage, auf denen eine so genannte „Judensau“ und eine Ritualmordszene dargestellt sind. Rolf Lauer und Ulrike Brinkmann stellen in ihrem Beitrag die vielfältigen Bilder von Juden in der mittelalterlichen Ausstattung des Domes zusammen und ordnen sie in ihren historischen Kontext ein. Reinhard Hoeps beschäftigt sich in seinem Beitrag damit, wie man heute mit historischen Darstellungen antijüdischen Inhalts umgehen kann.

In der Kreuzkapelle des Domes befindet sich heute eine ursprünglich im Bereich der Sakristei des Domes aufgestellte Inschrifttafel des Kölner Erzbischofs Engelbert von Falkenburg. Es handelt sich um die eher seltene Form einer Steinurkunde, mit der der Erzbischof den Kölner Juden eine Fülle von Freiheitsrechten gewährt. Die genannten Privilegien umfassen das Bestattungsrecht, Zollbestimmungen und ein Geldleihmonopol. Joachim Oepen zeigt auf, dass der Erzbischof das Privileg durchaus auch aus wirtschaftlichen und finanzpolitischen Überlegungen heraus gewährte. Helga Giersiepen untersucht die Inschrift epigraphisch und kann auf eine bisher unveröffentlichte Gipskopie verweisen, bei der es sich entweder um eine Nachbildung des Judenprivilegs im Dom handelt oder um die einer verschollenen Zweitfassung, die sich möglicherweise im mittelalterlichen Judenviertel befunden haben könnte.

Im 19. Jahrhundert erfasste die Begeisterung für den Kölner Dom alle gesellschaftlichen Klassen und Gruppen; Bürger aller Konfessionen beteiligten sich an seiner Vollendung, darunter auch etliche Angehörige der jüdischen Gemeinde in Köln. Nach der Vertreibung der Juden aus der Stadt im Jahr 1425 hatte sich eine neue Gemeinde erst nach der Besetzung des Rheinlandes durch die französischen Revolutionstruppen 1794 bilden können. Bernd Wacker stellt in seinem Beitrag das tatkräftige Wirken jüdischer Bürger für die Domvollendung dar und geht zugleich auf antijüdische und frühe antisemitische Ressentiments eines Teils ihrer christlichen Mitbürger ein. Gabriele Teichmann berichtet über das besondere und unermüdliche Engagement der Bankiersfamilie Oppenheim für den Kölner Dom: Neben ihrer Unterstützung des Zentral-Dombau-Vereins stiftete sie auch mehrere Kunstwerke für den Innenraum der Kathedrale.

Bisher weitgehend unbeachtet ist das Oeuvre des einst gefeierten Kölner Lithografen und Miniaturmalers David Levy Elkan. Er engagierte sich als Mitglied beim Zentral-Dombau-Verein für die Vollendung der Kathedrale. Im Auftrag des Dombau-Vereins und verschiedener katholischer Institutionen schuf er auch Kunstwerke für den Dom: Von ihm stammen zum Beispiel die Eingangsminiatur des Stammbuches der Dombau-Freunde und mehrere Miniaturen in der berühmten Papstadresse, die der ZDV anlässlich des Dombaufestes 1848 an Papst Pius IX. sandte. Elfi Pracht-Jörns stellt erstmals das Gesamtwerk dieses bedeutenden Kölner Künstlers zusammen.

Der Dombaubericht von Barbara Schock-Werner, der die Arbeit von Dombauhütte und Dombauverwaltung zwischen Oktober 2007 und September 2008 vorstellt, bildet zusammen mit den Berichten zu aktuellen Ereignissen in dieser Zeit den Abschluss des neuesten Domblatts.

Die Mitglieder des ZDV bekommen das Buch wie immer als kostenlose Jahresgabe. Das Kölner Domblatt ist im Buchhandel oder online beim Verlag Kölner Dom zum Preis von 26,50 Euro erhältlich.


Kölner Domblatt 2008
Jahrbuch des Zentral-Dombau-Vereins
360 Seiten, 180 Abbildungen, Paperback, fadengeheftet, Preis: 26,50 Euro
ISBN 978-3-922442-65-3

 

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05. Dezember 2008

Pressekonferenz: Präsentation der ersten Dokumentation zur Domfreilegung

OB Schramma bekennt sich zu Verpflichtungen der Stadt Köln
für eine „würdige Domumgebung“

„Wir werden den Roncalli-Platz aufwerten müssen, und wir werden ihn schützen müssen. Ich werde dieses Thema mit in den Stadtvorstand nehmen und alle Seiten, die betroffen sind, einbinden.“ Mit diesen Worten bekannte sich der Kölner Oberbürgermeister Fritz Schramma während einer Pressekonferenz des Zentral-Dombau-Vereins (ZDV) zur Verpflichtung der Stadt Köln, für eine würdige Domumgebung zu sorgen. Dass diese Verpflichtung tatsächlich existiert, ist das wichtigste Ergebnis der ersten Dokumentation zur Domfreilegung Ende des 19. Jahrhunderts*. Der ZDV hatte als Auftraggeber die wissenschaftliche Arbeit der Bonner Historikerin Dr. Carolin Wirtz im Excelsior Hotel Ernst vorgestellt.


Pressekonferenz des ZDV am 05.12.2008 im Excelsior Hotel Ernst:
Links (stehend) Kölns Oberbürgermeister Fritz Schramma, der Moderator der PK
Constantin Graf von Hoensbroech und die Dombaumeisterin Prof. Barbara Schock-
Werner; rechts Dompropst Dr. Norbert Feldhoff, die Historikerin Dr. Carolin Wirtz und
Gastgeber Michael H. G. Hoffmann, Präsident des ZDV

 

„Ich bin froh, dass mir das Ergebnis Rückendeckung gibt“, betonte der OB seine Unterstützung für das Anliegen des ZDV, Lärm und Belästigungen durch Skater, Rikschas und sonstigen „Verkehr“ auf der Domplatte endlich zu beenden und der Domumgebung die „würdige Gestaltung“ zurückzugeben, die während der Domfreilegung von der Stadt dauerhaft zugesagt worden war.

Dompropst Dr. Norbert Feldhoff war sich mit ZDV-Präsident Michael H. G. Hoffmann einig: „Ich glaube, dass die große Mehrheit der Bürger in Köln eine Beruhigung des Platzes will. Und ich hoffe, dass durch diese Arbeit eine sehr sachbezogene Diskussion entsteht, wie man diesen Platz würdiger gestalten kann, der zweifellos für Köln und vor allem für die Besucher der Stadt eine außerordentliche Bedeutung hat. Wir werden miteinander ringen, wie man zu dieser würdigen Gestaltung kommen kann.“

Frau Dombaumeister Prof. Barbara Schock-Werner ergänzte: „Nach dem Buch von Frau Wirtz wird klar sein, dass es hier nicht um ein Anliegen von ein paar weltfremden Menschen geht, sondern dass jetzt eine rechtliche Grundlage existiert, an die sich alle Leute zu halten haben, wenn sie nicht bewusst Verträge brechen wollen. Das ist der Unterschied von vor und nach dem Buch.“

Der Gastgeber der Pressekonferenz, ZDV-Präsident Michael H. G. Hoffmann, stellte klar, warum der Verein diese Dokumentation in Auftrag gegeben hat: „Wir wünschen uns, dass der Rat der Stadt über dieses Thema diskutiert und eindeutig beschließt, diesen Auflagen nach wie vor verpflichtet zu sein und eine würdige Domumgebung zu gestalten. Mit `wir´ meine ich nicht den Zentral-Dombau-Verein, sondern sowohl die Bürger, die damals das Recht auf eine dauerhaft würdige Domumgebung durchgesetzt haben, als auch alle Bürger, die heute dieses Recht wieder nutzen wollen.“ Der ZDV will den Fortgang der Dinge nun kritisch beobachten – „und falls nötig, die Stadt Köln an die Erfüllung der eingegangenen Verpflichtungen erinnern“, so der ZDV-Präsident.

* Forschungen zum Kölner Dom, Band 2
Carolin Wirtz: »Dass die ganze Umgebung des Domes eine würdige Umgebung erhalte«
Der Zentral-Dombau-Verein und die Freilegung des Kölner Domes (1882–1902)
Hardcover, 108 Seiten, ISBN 978-3-922442-64-6, € 23,90, Verlag Kölner Dom

direkter Link zum Buch: <klick!>

Hier finden Sie die ausführliche Pressemitteilung: <klick!>

 

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26. November 2008

ZDV-Hauptversammlung in der Kölner Philharmonie

Kann es einen schöneren Ort für eine Hauptversammlung geben als einen Konzertsaal wie die Kölner Philharmonie?
Entsprechend harmonisch und bereichert durch wunderschöne musikalische Einlagen lief die nur alle vier Jahre stattfindende Veranstaltung ab: Zur Einstimmung und zum Ausklang spielte Domorganist Prof. Dr. Winfried Bönig für die rund 1400 (von weltweit knapp 11.000) anwesenden ZDV-Mitglieder auf der Orgel. Später hörten die Gäste neben den kurzweiligen Grußworten des Kölner Erzbischofs Joachim Kardinal Meisner, des Kölner Oberbürgermeisters Fritz Schramma und des Kölner Dompropsts Dr. Norbert Feldhoff drei Chöre des Doms: den Kölner Domchor unter der Leitung des Domkapellmeisters Professor Eberhard Metternich, den Mädchenchor am Kölner Dom mit Klavierbegleitung von Domkantor Oliver Sperling sowie seiner Musikalischen Assistentin Natalie Badura und das Vokalensemble Kölner Dom, ebenfalls geleitet von Professor Metternich.
ZDV-Präsident Michael H. G. Hoffmann führte durch den Abend und erläuterte dabei u.a. Neuigkeiten beim ZDV, vor allem den neuen Auftritt des Vereins, zu dem ein neues Logo, erstmals ein Slogan und die von Grund auf überarbeitete Internetseite gehören. Der ZDV-Präsident kündigte außerdem die erste wissenschaftliche Arbeit über die Domfreilegung an, die der Verein bei der Historikerin Dr. Carolin Wirtz in Auftrag gegeben hat und die Mitte Dezember im Verlag Kölner Dom erscheint. Die Forschungsarbeit soll auch den Dauerstreit um Lärm und Belästigung durch Skater, Rikschas und anderen „Verkehr“ auf der Domplatte beenden helfen, denn sie klärt die Frage, ob sich die Stadt Köln zur Zeit der Domfreilegung verpflichtet hat, für eine „würdige Domumgebung“ zu sorgen. Anhand der alten Original-Grundstücksverträge ist klar belegbar, dass die Stadt tatsächlich diese Auflage unterschrieben hat. (Am 5. Dezember wird das Buch der Öffentlichkeit in einer Pressekonferenz vorgestellt, danach finden Sie auf diesen Seiten eine ausführliche Information.)
Nachdem ZDV-Sekretär Dr. Rüdiger Fuchs über Einnahmen und Ausgaben von 2004 bis 2007 informiert hatte, referierte Dombaumeisterin Prof. Barbara Schock-Werner über die aktuellen Arbeiten im und am Dom und führte anhand einiger Projektbeispiele deutlich vor Augen, dass der Arbeitsplan der Dombauhütte für die nächsten Jahrzehnte ausgefüllt ist.
Mit dem Highlight des Abends überraschte gegen Ende der Hauptversammlung der Mädchenchor am Kölner Dom: Die jungen Sängerinnen trugen eine Neukomposition über die Geschichte des ZDV vor, die Domkantor Oliver Sperling eigens für den ZDV kreiert hatte und in deren Text der neue Slogan des Vereins als Refrain integriert ist: „…damit der Dom uns bleibt!“.
Die ZDV-Familie dankte mit Riesenapplaus und freut sich sehr über diese Ergänzung von neuem Logo und neuem Slogan: Jetzt hat der Zentral-Dombau-Verein sogar eine eigene „Hymne“!
Den musikalischen Schlusspunkt setzte Domorganist Prof. Dr. Bönig mit „Pomp & Circumstance“ von Edward Elgar.

 


Die Kölner Philharmonie am 26.11.2008, kurz vor 18 Uhr: Allmählich füllt sich der Saal zur Hauptversammlung des ZDV

 


In den vorderen Reihen nehmen die 40  Mitglieder des Vorstands Platz


ZDV-Präsident Michael H. G. Hoffmann  informiert über Neuigkeiten beim ZDV
und führt durch den Abend

 


"Ohne den ZDV keine Domvollendung" -  Erzbischof Joachim Kardinal Meisner
grüßt die ZDV-Mitglieder ebenso
dankbar wie gutgelaunt


Dompropst Dr. Norbert Feldhoff: "Auch heute würden wir es nicht schaffen ohne den Zentral-Dombau-Verein"

 


Würdigte die Leistungen der "Großfamilie ZDV" für den Dom: Oberbürgermeister
Fritz Schramma

 


Ein Überblick über den Stand der Arbeiten im und am Dom von Dombaumeisterin Prof. Barbara Schock-Werner

 

Der Mädchenchor am Kölner Dom mit Klavierbegleitung des Domkantors
Oliver Sperling und geleitet von seiner Musikalischen Assistentin Natalie Badura


Domorganist Prof. Dr. Winfried Bönig und der Kölner Domchor unter der Leitung von Domkapellmeister Prof. Eberhard Metternich

 

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September 2008

Der ZDV in neuer Optik

 

Der ZDV hat ein neues Outfit !

Gefällt´s Ihnen?

Lassen Sie es uns wissen -  per Mail, Brief oder Anruf.

 

Wir freuen uns auf Ihre (kritische) Meinung!

 

 

 


 

Das neue Logo ist ganz spezifisch auf den ZDV zugeschnitten:

Es zeigt den Dom mit Gerüst – denn die ZDV-Familie IST das Gerüst des Doms: Ohne sie wäre der Dom weder vollendet (1880) noch bis heute erhalten und auch künftig nicht gesichert.

Die Türme sind rot – weil der ZDV sie dem Dom zur Vollendung aufgesetzt hat. Die Farbe signalisiert auch, dass die Türme ohne den Verein in Gefahr wären.

Die untere Linie des linken Turms ist gestuft, während der rechte glatt aufsitzt auf dem Sockel – das zeigt, wie der unfertige Dom aussah, bevor die Türme beim Aufbau dem Torso angepasst wurden.

Und so erzählt unser neues Logo in Kurzform Geschichte, Zweck und Zukunft des Vereins.

         ZDV – damit der Dom uns bleibt!

 



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September 2008

Die neue Dom-Illumination

Zum Domerhalt gehört nicht nur, den Verfall bröckelnder Bausubstanz aufzuhalten oder die Figuren am Dom von ihrer zerstörerischen Luftverschmutzungs-Patina zu befreien. Eins von vielen Projekten, die der ZDV jüngst finanziert hat, ist die neue Innenraum-Beleuchtung des Doms.

Die alte Beleuchtung durch Hängelampen konnte nur den unteren Bereich des gotischen Raumes erreichen – das war unbefriedigend und unattraktiv. Deshalb hat das Kölner Metropolitankapitel im Jahr 2006 eine neue Lichtanlage für den Dom in Auftrag gegeben. Im Frühsommer 2008 war die Anlage fertig.

 

 

 

Das neue Beleuchtungskonzept ist ein großer Wurf: Man steht in dem von oben bis unten in warmes Licht getauchten Dom, ohne auf Anhieb zu erkennen, woher es kommt. 

Das neue Licht im Dom ist vielfältig veränderbar. Je nach Anlass können die verschiedenen Bereiche des Dom-Innenraums in unterschiedlich akzentuiertes Licht gesetzt werden.

 

Für dieses intelligente Beleuchtungs-konzept hat die beauftragte Firma Bamberger einen Preis gewonnen (dritter Platz beim DALI- AWARD 2008).

Die Elektriker der Dombauhütte, Rolf Ackermann und seine Kollegen, hätten ihrerseits einen Preis fürs Kabellegen verdient:  Viertausend Meter (!) Hauptkabel sorgen mit dafür, dass der Dom innen leuchtet.

   
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