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Das Neueste
August 2010
Röntgendiagnostik für „Patient“ Kölner Dom: Verfall auf der Spur
Pilotprojekt am Weltkulturerbe soll Ursachen für Verwitterung erforschen - DBU fördert
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Abgase setzen alten Kirchen schwer zu: Die Bausubstanz der historischen Gebäude wird angegriffen, das Gestein verwittert. Zwar wurde vielerorts das Problem erkannt, doch die Sanierung ist langwierig und teuer. Nun taucht ein zusätzliches Problem auf: Über die Jahrhunderte wurden ganz unterschiedliche Gesteins- und Mörtelsorten verbaut. Denkmalpfleger vermuten, dass sich die verschiedenen Baustoffe untereinander negativ beeinflussen und die Verwitterung so beschleunigen können. Um diese potenzielle Gefahr abzuwenden und die Sanierungsarbeiten nachhaltig zu verbessern, sollen in einem Pilotprojekt die Mauerverbünde des Kölner Doms genauer erforscht werden. Zusätzlich fließen vergleichende Untersuchungen der zwei besser erhaltenen Dome in Xanten und Altenberg ein. Durch aufwendige Simulationen und Laboranalysen sollen neue Erkennt-nisse über die Verwitterungsgründe gewonnen werden. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fördert die Untersuchungen mit rund 125.000 Euro.
„Das Projekt greift ein Problem auf, das bisher in der Denkmalpflege und Bauwerkserhaltung nicht grundsätzlich gelöst werden konnte. Das Vorhaben hat daher Modellcharakter und besitzt hohe fachübergreifende Relevanz“, erläuterte Dr. Fritz Brickwedde, Generalsekretär der DBU. Das Projekt biete die Chance, die Sanierungsarbeiten am Hohen Dom zu Köln als Teil des UNESCO-Weltkulturerbes noch weiter zu verbessern. Von diesem neuen Fachwissen profitiere anschließend auch die gesamte Denkmalpflege.
„In der Geschichte seines Baus wurden am Kölner Dom viele verschiedene Baustoffe verwendet, zum Beispiel verschiedene Sand- und Kalksteine, im Mittelalter auch Trachyt. Die Auswahl ergab sich aus den Vorlieben der jeweiligen Zeit, aber auch aus der Verfügbarkeit der Gesteine. Mitunter wurden die verschiedenen Sorten aber auch durchmischt“, erklärte die Kölner Dombaumeisterin Prof. Barbara Schock-Werner. Im Vergleich zu den Vergleichsbauten in Xanten und Altenberg weise der Kölner Dom aber sehr ungewöhnliche Verwitterungsbilder auf. Die bisher unbekannten Gründe sollen im nun gestarteten Projekt ermittelt werden: „Mit dem Analyseprogramm wollen wir neue Verwitterungsfaktoren ermitteln und wichtige grundlegende Rahmendaten für die Sanierung von Bauwerken aus Natursteinen sammeln. Die Erkenntnisse sollen dabei helfen, Zeit und Kosten zu sparen sowie die Sanierung insgesamt langlebiger zu gestalten“, so Schock-Werner. Ziel sei es, verlässliche Kriterien für Austausch- und Reparaturmaterialien zu ermitteln. Im Rahmen eines Abschlusskolloquiums sei dann die Präsentation der Ergebnisse für die Fachöffentlichkeit geplant.
Wissenschaftlich begleitet wird das Vorhaben von Prof. Siegfried Siegesmund von der Abteilung Strukturgeologie und Geodynamik am Geowissenschaftlichen Zentrum der Universität Göttingen sowie von Prof. Bernhard Middendorf vom Lehrstuhl Werkstoffe des Bauwesens an der Technischen Universität Dortmund. Im Forschungsprozess sollen unter anderem Klima- und Belastungsdaten erhoben und mit den Werten der Vergangenheit abgeglichen werden. Danach werden Material- und Schadenskartierungen vorgenommen und die jeweiligen Baustoffe in Laborversuchen mit modernsten naturwissenschaftlichen Analysemethoden untersucht. Dazu gehören zum Beispiel die Rasterelektronenmikroskopie oder die Röntgenfluoreszenzanalyse, mit denen der Mörtel genau analysiert und die Schadensbilder bis in den Mikrogefügebereich ermittelt werden können. |
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Dombaumeisterin Prof. Barbara Schock-Werner und DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde erläutern die Probleme mit den unterschiedlichen Gesteins- und Mörtelsorten am Kölner Dom. |
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Juli 2010
Maßwerkkamm an der Westfassade
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Was lange währt, wird endlich gut. In den vergangenen Wochen konnte an der Westfassade des Dom ein bereits vor sieben Jahren fertig gestellter Maßwerkkamm versetzt werden. Der aus zehn Einzelstücken bestehende Kamm bekrönt nun wieder die in 47 Metern Höhe vor dem Giebel stehenden Maßwerkbrüstungen.
Die originalen Elemente waren Anfang der 1870er Jahre aus Stenzelberger Latit, einem vulkanischen Gestein gehauen worden, das man im 19. Jahrhundert für besonders widerstandsfähig erachtete. Leider hat sich diese Einschätzung als Irrtum herausgestellt. Nach nur 130 Jahren waren die Werkstücke bereits stark verwittert. Aus diesem Grund entschied sich 2001 die Kölner Dombauhütte, die Elemente nicht wie gewöhnlich aus dem Originalstein, sondern aus Londorfer Basaltlava zu erneuern. Es handelt sich dabei um ein ebenfalls vulkanisches Gestein, das allerdings äußerst verwitterungsresistent ist.
Großherziger Weise bot sich im Juli 2001 die Steinmetz und Bildhauer Innung – Köln an, sieben der zehn Stücke von Steinmetzen verschiedener Innungsbetriebe schlagen zu lassen. Die übrigen Elemente wurden in der Dombauhütte hergestellt. Bereits im Mai 2003 konnte der damalige Obermeister der Innung Martin Schwieren Dombaumeisterin Barbara Schock-Werner die fertigen Stücke übergeben.
Aus Gründen des Bauablaufes war das Versetzen der Stücke erst im Sommer diesen Jahres möglich. Auch wenn man den Maßwerkkamm von der Domplatte aus kaum erkennen kann, so ist die Westfassade des Domes nun wieder ein Stück vollständiger geworden. Grund genug der Steinmetz und Bildhauer Innung und ihrer amtierenden Obermeisterin Adelheid Biermann nochmals herzlich für ihr Engagement zu danken.
Die Arbeitszeit für eines der etwa 70 kg schweren Elemente betrug im Schnitt 60 Arbeitsstunden. |
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Dezember 2009
Freude schenken um dem Dom zu helfen
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Pünktlich zur Adventszeit hat der Verlag Kölner Dom eine Reihe neuer Postkarten und Dom-Souvenirs in sein Angebot aufgenommen. Neben Postkarten mit weihnachtlichen Motiven – so z. B. der in festlich weihnachtlichem Lichterglanz erstrahlende Domchor oder der Weih-nachtsmarkt vor der Kathedrale – gibt es auch Karten von jüngst entstandenen Bauteilen und Ausstattungsstücken, etwa dem 2007 teilrekonstruierten Judas-Makka-bäusfenster oder dem beeindruckenden Fundamenttunnel im Bereich des neuen Eingangs zur Turmbesteigung. Vor allem finden sich unter den neuen Produkten |
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| Mikrofaser-Brillenputztücher und hochwertige Mousepads mit verschiedenen Dommotiven, wie einem vom nächtlichen Vollmond geheimnisvoll hinterstrahlten Wasserspeier. Eine vollständige Übersicht aller Neuerscheinungen finden Sie unter Verlag Kölner Dom. Der Verkaufserlös kommt, wie bei allen Produkten des Verlages Kölner Dom, unmittelbar und vollständig der Erhaltung des Bauwerks zugute. Für alle Domliebhaber, die noch ein kleines Weihnachtsgeschenk suchen und gleichzeitig etwas zum Erhalt des Gotteshauses beitragen möchten, bietet sich so eine wunderbare Gelegenheit. Alle Produkte sind in den Domläden rund um die Kathedrale oder online beim Verlag Kölner Dom zu erwerben. |
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November 2009
Gitter am Grabmal des Erzbischofs Friedrich von Saarwerden geöffnet
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Grabtumba des Kölner Erzbischofs Friedrich von Saarwerden |
Am 25. November 2009 wurde im LVR-LandesMuseum in Bonn die Ausstellung »Schöne Madonnen am Rhein« eröffnet. Dort werden etwa 60 Madonnen-Skulpturen, aber auch andere Meisterwerke der Bildhauer-kunst aus der Zeit um 1400 präsentiert. Auch der Kölner Dom ist mit zahlreichen Leih-gaben vertreten. Die Skulpturen an der Grabtumba des Kölner Erzbischofs Friedrich von Saarwerden (1370–1414) in der Marienkapelle des Domes, konnten leider aus konservato-rischen Gründen nicht ausgeliehen werden. Die zu den Höhepunkten Kölner Skulptur der Zeit |
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um 1400 zählenden Figuren werden normaler Weise durch ein Gitter geschützt und sind daher für Dombesucher nur schwer zu sehen. Um Interessierten die Chance zu geben, die Figuren einmal genauer zu studieren, werden die Gitter am Saarwerdengrabmal zu folgenden Zeiten abgenommen:
30. November 2009 – 4. Dezember 2009; 4. Januar 2010 – 8. Januar 2010; 1. Februar 2010 – 5. Februar 2010; 1. März 2010 – 5. März 2010. |
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September 2009
Presse-Mitteilung der Dombauverwaltung von Matthias Deml:
Drei heilige Kaiser und ein König kehren zurück
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 Kaiser Konstantin und Karl der Große vor der Reinigung (Foto: Dombauarchiv Köln, A. Wolff )
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Zurzeit werden an der Westfassade des Kölner Domes Skulpturen der heiligen Kaiser Konstantin, Karl der Große und Heinrich II. sowie des heiligen Königs Stephan von Ungarn wieder aufgestellt. Die vier etwa lebensgroßen Kalkstein-skulpturen waren im März 2005 abge-nommen worden, um sie in der Dombauhütte zu reinigen und zu restaurieren. Der Erhaltungszustand aller vier Skulpturen war zum Zeitpunkt der Abnahme vergleichsweise gut. Lediglich die Hände der Heiligen mit ihren Attributen waren teilweise stark verwittert oder gänzlich zerstört, die Gewänder und Gesichtszüge hingegen nahezu unversehrt erhalten geblieben. Allerdings war der einst hellgelbe französische Kalkstein vollständig von einer schwarzen Schmutzschicht überzogen. Alle vier Skulpturen wurden zunächst durch die Restaurierungswerkstatt Karthäuserhof mit Hilfe eines Festkörper-Lasers gereinigt. Dieses Reinigungsverfahren ist zwar sehr zeitaufwändig, dafür besonders schonend. Durch den gebündelten Lichtstrahl wird die dunkle Schmutz-schicht partiell stark erhitzt und verdampft. Die ursprüngliche, helle Steinfarbe kommt wieder zum Vorschein. |
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Wiederaufstellung Karls des Großen an der Westfassade des Domes am 17.09.09 (Foto: Dombauarchiv Köln, M. Jürkel)
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Alle Elemente wurden zunächst in Gips im Maßstab 1:1 modelliert und anschließend in Kalkstein übertragen. Die vier an den Vorderseiten der Turm-pfeiler seitlich des Hauptportales aufgestellten Skulpturen waren in den 1870er Jahren in der Werkstatt des Dombildhauers Peter Fuchs entstanden. Peter Fuchs und sein Atelier hatten von 1865 an bis in die frühen 1880er Jahre etliche hundert Skulpturen für den Kölner Dom geschaffen. Unter seiner Leitung entstanden nicht nur die aufwändigen Skulpturenprogramme der Portale an West- und Nordseite des Domes, sondern auch die meisten Skulpturen an den Pfeilern des Lang- und Querhauses sowie die Figuren der Innenwand des Südquerhauses. Der Plan, an den zwischen den West-portalen liegenden Strebepfeilern Herrscherfiguren anzubringen, geht letztlich auf ein Konzept Sulpiz Boisserées aus dem Jahr 1845 zurück. Nachdem man zwischenzeitlich auch an eine Darstellung des preußischen Königs und Domförderers Friedrich Wilhelm IV. gedacht hatte, einigte man sich schließlich auf Konstantin, Karl den Großen, Heinrich II. und Stephan von Ungarn. |
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Wiederaufstellung Karls des Großen an der Westfassade des Domes am 17.09.09 (Foto: Dombauarchiv Köln, M. Jürkel)
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Alle vier Monarchen werden zugleich auch als Heilige verehrt. Sie sind somit Idealbilder des christlichen Herrschers, dessen Aufgabe nicht zuletzt der Schutz der Kirche sein sollte. Es ist gut denkbar, dass bei der Auswahl der Heiligen beim Domkapitel auch politische Überlegungen eine Rolle spielten. Die Entstehung der Skulpturen fällt in die Zeit des Kulturkampfes, einer heftigen Auseinandersetzung zwischen der katho-lischen Kirche und dem protestantisch geprägten preußischen Staat. In ihrer Gestaltung sind die vier Figuren typische Vertreter eines naturalistischen, zum Pathos neigenden Stiles, wie er in wilhelminischer Zeit vorherrschte. Während es im Fall der vier Skulpturen der Westfassade möglich war, die Originale zu ergänzen und wieder an ihrem ursprünglichen Standort aufzu-stellen, müssen bei stärker zerstörten Skulpturen vollständige Kopien erstellt werden. So wurde zum Beispiel in den vergangenen Tagen an der Nordquer-hausfassade eine Kopie einer schwer zerstörten Franziskusstatue wieder aufgestellt. Die Kopie dieser ebenfalls von Peter Fuchs stammenden in der Mitte durchgebrochenen Skulptur wurde von Josef Düsterhus erstellt. |

Kaiser Konstantin nach der Reinigung und Ergänzung (Foto: Dombauarchiv Köln, Matz und Schenk)
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Da die Lichtstrahlen nur von dunklen Oberflächen absorbiert werden und sie daher bei hellen Oberflächen wirkungslos bleiben, wird die Skulptur bei diesem Reinigungsverfahren nicht beschädigt. So kann man an vielen Stellen der gereinigten Skulpturen sogar noch die ursprünglichen Meißelspuren erkennen. Nach der Reinigung wurden die Skulpturen durch die Fachhochschule Köln unter Leitung von Dr. Esther von Plehwe-Leisen mit Hilfe von Ultraschall untersucht. Auf diese Weise konnten auch unter der Oberfläche liegende Schädigungen des Steines sichtbar gemacht werden. Anhand dieser Untersuchung wurde festgestellt, wie weiträumig der Stein im Anschluss an die verwitterten,Teile geschädigt war und vor einer bildhauerischen Ergänzung der Skulpturen abgenommen werden musste. Die zerstörten Elemente der Skulpturen, vor allem Teile der Unter-arme, die Hände und die Attribute, wurden schließlich durch die Bildhauer Michael Oster und Christoph Hoppe in der Dombauhütte ergänzt. Als Anhalts-punkte für die Teilrekonstruktion dienten ihnen dabei die originalen Entwurfs-zeichnungen und Gipsmodelle des 19. Jahrhunderts und historische Fotografien. |
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22. Juli 2009
Pressemitteilung der Kölner Dombauverwaltung von Matthias Deml:
Arbeiten am Kölner Dom: Neue Gitter auf der Südseite des Domes
Wer in den letzen Tagen den Roncalliplatz besuchte, hat vielleicht eine kleine, aber wohltuende Veränderung bemerkt. Seit Jahrzehnten nutzt die Kölner Dombauhütte die Zwischenräume zwischen den Strebepfeilern auf der Südseite des Domes als Lager für Steine, Gerüste und andere Baumaterialien. Um diese zu schützen, gab es bisher gestrichene Holzverschläge. Lange Zeit waren sie zumindest in en Sommermonaten hinter Bäumen versteckt. Seit diese jedoch vor etwa zwei Jahren gefällt werden mussten, fielen die in die Jahre gekommenen Verschläge umso störender ins Auge. Sie wurden daher in den vergangenen Wochen zum größten Teil abgebrochen und zunächst durch provisorische Gitter ersetzt. An ihre Stelle sollen in den kommenden Jahren anspruchsvollere, schmiedeeiserne Gitter treten. Aber bereits jetzt gewinnt die frei geräumte Südansicht des Domes enorm.
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Die Papstterrasse im Juli 2009 (Foto: DBV Köln, M. Deml)
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Die Aufstellung der Gitter steht im Zusammenhang mit der Neugestaltung der so genannten Papstterrasse. Sie nimmt den erhöhten Bereich des Roncalliplatzes unmittelbar vor dem Langhaus des Domes ein. Im Anschluss an die Errichtung des neuen Eingangsgebäudes zu Domturm, Ausgrabungen und Tiefgarage wird die Stadt Köln diesen Bereich in den kommenden Monaten neu gestalten und hier den historischen Petrusbrunnen wieder aufstellen.
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Die Papstterrasse bis 2007 (Foto: DBV Köln, B. Schock-Werner)
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Durch die Aufstellung der Gitter hat die Dombauhütte nun einen weiteren Beitrag zur würdigeren Gestaltung dieses Bereiches der Domumgebung geleistet. Der Verschlag vor dem anschließenden Südquerhaus soll ebenfalls durch ein Gitter ersetzt werden, sobald das hier noch benötigte Baugerüst abgebaut ist. |
Ferner ist auch der zerbrochene Schwengel der Kaiserglocke, der an einem der Strebepfeiler angebracht ist, für Interessierte wieder sichtbar. Der Schwengel der 1874 gegossenen und 1918 eingeschmolzenen Kaiserglocke war 1909 beim Läuten der Glocke gebrochen und in die Tiefe gestürzt. Da zu dieser Zeit noch per Hand geläutet wurden, waren zum Zeitpunkt des Unglücks etwa 50 Mann mit dem Glockenläuten beschäftigt. Glücklicher Weise kam aber niemand zu Schaden. Anstelle des gebrochenen Klöppels wurde in der Kaiserglocke eine Stahlkugel montiert, die sich in den Depots des Domes ebenfalls erhalten hat.
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 Der Klöppel der Kaiserglocke (Foto: DBV Köln, M. Deml)
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Juli 2009
Presse-Mitteilung der Dombauverwaltung von Matthias Deml:
Domdachführungen nun auch in türkischer Sprache
Seit vielen Jahren bereits bietet die Dombauverwaltung Führungen über die Dächer des Kölner Domes an. Neben Führungen in deutscher Sprache waren bisher auch solche auf Englisch, Französisch und Russisch möglich. Nun werden Führungen erstmals auch in türkischer Sprache angeboten. Spanische Führungen sollen folgen.
In Köln gibt es bekanntlich einen großen Anteil von Bürgern türkischer Nationalität oder Herkunft. Es wurde daher bereits seit längerem als Mangel erachtet, dass es bislang nicht möglich war, die bei Kölnern und ihren Gästen so beliebten Führungen über die Dächer des Domes auch in türkischer Sprache anzubieten. Diesem Umstand konnte inzwischen Abhilfe geleistet werden. In Haydar Irmak hat die Dombauverwaltung einen begabten jungen Studenten der Kunstgeschichte mit türkischen Wurzeln gefunden, der sowohl in der deutschen wie in der türkischen Kultur und Sprache zu Hause ist. Er bietet sich daher bestens als Vermittler des Kölner Domes und seiner kulturellen Bedeutung an. So hatte Herr Irmak jüngst erstmals die Möglichkeit, Mitglieder des Rotary Clubs Istanbul in türkischer Sprache über die Dächer des Kölner Domes zu geleiten und Interesse am Kölner Dom zu wecken. Er stieß auf große Begeisterung. Gruppenführungen über das Hohe Dach und durch die Ausgrabungen des Domes können bei der Dombauverwaltung angemeldet werden.
Hinzuweisen sei auch auf die neu eingerichteten öffentlichen Führungen durch die Ausgrabungen des Domes, die Montags, Mittwochs, Freitags, Samstags und Sonntags jeweils um 15:00 Uhr beginnen. Sie werden zu einem Preis von 10,- € pro Person angeboten. Interessenten melden sich bitte an der Kasse der Turmbesteigung.
Weitere Infos zu den Führungen: <klick!>
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3. April 2009
Neuer Zugang zum Südturm fertig
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Wer den Südturm des Doms besteigen will, muss dank der ZDV-Familie künftig nicht mehr Schlange stehen und auch keinen Gottesdienst mehr stören: Der neue Zugang am Roncalliplatz ist fertig, Erzbischof Joachim Kardinal Meisner hat ihn nach 15 Monaten Bauzeit (Januar 2008 bis März 2009) am 3. April 2009 feierlich eingeweiht.
Pro Jahr wollen rund 600.000 Menschen die 509 Stufen des Südturms hochsteigen, den Glockenstuhl mit seinen acht Glocken sehen und den Rundumblick über Köln genießen. |
Zwölf Meter lang: Der Tunnel durchs Mauerfundament des Südturms Foto: DBA, Matz und Schenk |
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Bisher mussten sie durch den Dom laufen, um zum Südturm zu kommen; jetzt haben sie ihren „eigenen“ Zugang. Das bedeutet weniger Wartezeit im „Stau“ – und weniger Lärm für Gottesdienstbesucher durch die Turmbesteiger.
Für den neuen Zugang wurde die knapp zwölf Meter dicke Fundament-Mauer des Turms durchbrochen. Allein das Durchqueren dieser Mauer durch den Tunnel ist schon ein Erlebnis. Er führt in einen 120 qm großen Raum im Südturmfundament, der bei archäologischen Ausgrabungen 1994 entdeckt wurde und der jetzt als Kassenraum dient. Ein zweiter Tunnel durch die gegenüberliegende, nördliche Seite der Fundament-Mauer dient als Fluchtweg und zugleich als Zugang zu den archäologischen Ausgrabungen unter dem Dom. Damit sind die Grabungsführungen jetzt unabhängig von den Gottesdienst- und Öffnungszeiten des Domes möglich.
Das Projekt hat 5,5 Millionen Euro gekostet. Den Großteil übernahm mit vier Millionen Euro der ZDV; das Land NRW (1 Mio €) und das Domkapitel (0,5 Mio €) trugen die übrigen Kosten. Zeitgleich hat die Stadt Köln am Roncalliplatz die öffentliche Toilettenanlage saniert, einen Aufzug zur Tiefgarage gebaut und den alten Kiosk durch einen Neubau ersetzen lassen, in dem die Hohe Domkirche einen Domladen mit Literatur und Souvenirs betreibt.
(weitere Informationen: Pressemitteilung der Dombauverwaltung vom 3. April 2009) |
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Dezember 2008
Kölner Domblatt 2008 erschienen
Die 73. Ausgabe des Kölner Domblattes, unseres wissenschaftlichen Jahrbuchs, ist wie die Ausgabe 2007 ein Kolloquiumsband. Er enthält acht Aufsätze zur wechselvollen Geschichte des Neben- und Miteinanders von Christentum und Judentum am Kölner Dom. Die Texte gehen auf Vorträge zurück, die am 19. und 20. November 2006 im Rahmen einer Tagung zum Thema "Der Kölner Dom und 'die Juden'" in der Kölner Karl Rahner Akademie gehalten wurden.
Zu den mittelalterlichen Kunstwerken des Kölner Domes gehören auch Personendarstellungen, darunter einige, die eindeutig als Juden charakterisiert sind. Dabei kommt dem Judenhut eine zentrale Rolle zu. Der spitz zulaufende Hut war seit frühmittelalterlicher Zeit Teil der jüdischen Tracht. Ab dem 12. Jahrhundert wurden Juden zunehmend zum Tragen einer besonderen Kleidung, unter anderem des Judenhutes verpflichtet. Das gehörte zu den im Mittelalter für viele soziale Gruppen üblichen Kleidervorschriften, hatte aber auch bereits diskriminierenden Charakter. Bei den Darstellungen im Dom dient der Hut zum Einen der Kennzeichnung von alttestamentarischen Gestalten als Angehörige des Volkes Israel, zeigt aber zum Anderen auch deutlich antijüdische Tendenzen, wie etwa bei den beiden Schergen der Geißelung Christi am Dreikönigenschrein. Offener Judenhass tritt insbesondere bei zwei Reliefs am Chorgestühl zu Tage, auf denen eine so genannte „Judensau“ und eine Ritualmordszene dargestellt sind. Rolf Lauer und Ulrike Brinkmann stellen in ihrem Beitrag die vielfältigen Bilder von Juden in der mittelalterlichen Ausstattung des Domes zusammen und ordnen sie in ihren historischen Kontext ein. Reinhard Hoeps beschäftigt sich in seinem Beitrag damit, wie man heute mit historischen Darstellungen antijüdischen Inhalts umgehen kann.
In der Kreuzkapelle des Domes befindet sich heute eine ursprünglich im Bereich der Sakristei des Domes aufgestellte Inschrifttafel des Kölner Erzbischofs Engelbert von Falkenburg. Es handelt sich um die eher seltene Form einer Steinurkunde, mit der der Erzbischof den Kölner Juden eine Fülle von Freiheitsrechten gewährt. Die genannten Privilegien umfassen das Bestattungsrecht, Zollbestimmungen und ein Geldleihmonopol. Joachim Oepen zeigt auf, dass der Erzbischof das Privileg durchaus auch aus wirtschaftlichen und finanzpolitischen Überlegungen heraus gewährte. Helga Giersiepen untersucht die Inschrift epigraphisch und kann auf eine bisher unveröffentlichte Gipskopie verweisen, bei der es sich entweder um eine Nachbildung des Judenprivilegs im Dom handelt oder um die einer verschollenen Zweitfassung, die sich möglicherweise im mittelalterlichen Judenviertel befunden haben könnte.
Im 19. Jahrhundert erfasste die Begeisterung für den Kölner Dom alle gesellschaftlichen Klassen und Gruppen; Bürger aller Konfessionen beteiligten sich an seiner Vollendung, darunter auch etliche Angehörige der jüdischen Gemeinde in Köln. Nach der Vertreibung der Juden aus der Stadt im Jahr 1425 hatte sich eine neue Gemeinde erst nach der Besetzung des Rheinlandes durch die französischen Revolutionstruppen 1794 bilden können. Bernd Wacker stellt in seinem Beitrag das tatkräftige Wirken jüdischer Bürger für die Domvollendung dar und geht zugleich auf antijüdische und frühe antisemitische Ressentiments eines Teils ihrer christlichen Mitbürger ein. Gabriele Teichmann berichtet über das besondere und unermüdliche Engagement der Bankiersfamilie Oppenheim für den Kölner Dom: Neben ihrer Unterstützung des Zentral-Dombau-Vereins stiftete sie auch mehrere Kunstwerke für den Innenraum der Kathedrale.
Bisher weitgehend unbeachtet ist das Oeuvre des einst gefeierten Kölner Lithografen und Miniaturmalers David Levy Elkan. Er engagierte sich als Mitglied beim Zentral-Dombau-Verein für die Vollendung der Kathedrale. Im Auftrag des Dombau-Vereins und verschiedener katholischer Institutionen schuf er auch Kunstwerke für den Dom: Von ihm stammen zum Beispiel die Eingangsminiatur des Stammbuches der Dombau-Freunde und mehrere Miniaturen in der berühmten Papstadresse, die der ZDV anlässlich des Dombaufestes 1848 an Papst Pius IX. sandte. Elfi Pracht-Jörns stellt erstmals das Gesamtwerk dieses bedeutenden Kölner Künstlers zusammen.
Der Dombaubericht von Barbara Schock-Werner, der die Arbeit von Dombauhütte und Dombauverwaltung zwischen Oktober 2007 und September 2008 vorstellt, bildet zusammen mit den Berichten zu aktuellen Ereignissen in dieser Zeit den Abschluss des neuesten Domblatts.
Die Mitglieder des ZDV bekommen das Buch wie immer als kostenlose Jahresgabe. Das Kölner Domblatt ist im Buchhandel oder online beim Verlag Kölner Dom zum Preis von 26,50 Euro erhältlich.
Kölner Domblatt 2008 Jahrbuch des Zentral-Dombau-Vereins 360 Seiten, 180 Abbildungen, Paperback, fadengeheftet, Preis: 26,50 Euro ISBN 978-3-922442-65-3
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05. Dezember 2008
Pressekonferenz: Präsentation der ersten Dokumentation zur Domfreilegung
OB Schramma bekennt sich zu Verpflichtungen der Stadt Köln für eine „würdige Domumgebung“
„Wir werden den Roncalli-Platz aufwerten müssen, und wir werden ihn schützen müssen. Ich werde dieses Thema mit in den Stadtvorstand nehmen und alle Seiten, die betroffen sind, einbinden.“ Mit diesen Worten bekannte sich der Kölner Oberbürgermeister Fritz Schramma während einer Pressekonferenz des Zentral-Dombau-Vereins (ZDV) zur Verpflichtung der Stadt Köln, für eine würdige Domumgebung zu sorgen. Dass diese Verpflichtung tatsächlich existiert, ist das wichtigste Ergebnis der ersten Dokumentation zur Domfreilegung Ende des 19. Jahrhunderts*. Der ZDV hatte als Auftraggeber die wissenschaftliche Arbeit der Bonner Historikerin Dr. Carolin Wirtz im Excelsior Hotel Ernst vorgestellt.

Pressekonferenz des ZDV am 05.12.2008 im Excelsior Hotel Ernst: Links (stehend) Kölns Oberbürgermeister Fritz Schramma, der Moderator der PK Constantin Graf von Hoensbroech und die Dombaumeisterin Prof. Barbara Schock- Werner; rechts Dompropst Dr. Norbert Feldhoff, die Historikerin Dr. Carolin Wirtz und Gastgeber Michael H. G. Hoffmann, Präsident des ZDV
„Ich bin froh, dass mir das Ergebnis Rückendeckung gibt“, betonte der OB seine Unterstützung für das Anliegen des ZDV, Lärm und Belästigungen durch Skater, Rikschas und sonstigen „Verkehr“ auf der Domplatte endlich zu beenden und der Domumgebung die „würdige Gestaltung“ zurückzugeben, die während der Domfreilegung von der Stadt dauerhaft zugesagt worden war.
Dompropst Dr. Norbert Feldhoff war sich mit ZDV-Präsident Michael H. G. Hoffmann einig: „Ich glaube, dass die große Mehrheit der Bürger in Köln eine Beruhigung des Platzes will. Und ich hoffe, dass durch diese Arbeit eine sehr sachbezogene Diskussion entsteht, wie man diesen Platz würdiger gestalten kann, der zweifellos für Köln und vor allem für die Besucher der Stadt eine außerordentliche Bedeutung hat. Wir werden miteinander ringen, wie man zu dieser würdigen Gestaltung kommen kann.“
Frau Dombaumeister Prof. Barbara Schock-Werner ergänzte: „Nach dem Buch von Frau Wirtz wird klar sein, dass es hier nicht um ein Anliegen von ein paar weltfremden Menschen geht, sondern dass jetzt eine rechtliche Grundlage existiert, an die sich alle Leute zu halten haben, wenn sie nicht bewusst Verträge brechen wollen. Das ist der Unterschied von vor und nach dem Buch.“
Der Gastgeber der Pressekonferenz, ZDV-Präsident Michael H. G. Hoffmann, stellte klar, warum der Verein diese Dokumentation in Auftrag gegeben hat: „Wir wünschen uns, dass der Rat der Stadt über dieses Thema diskutiert und eindeutig beschließt, diesen Auflagen nach wie vor verpflichtet zu sein und eine würdige Domumgebung zu gestalten. Mit `wir´ meine ich nicht den Zentral-Dombau-Verein, sondern sowohl die Bürger, die damals das Recht auf eine dauerhaft würdige Domumgebung durchgesetzt haben, als auch alle Bürger, die heute dieses Recht wieder nutzen wollen.“ Der ZDV will den Fortgang der Dinge nun kritisch beobachten – „und falls nötig, die Stadt Köln an die Erfüllung der eingegangenen Verpflichtungen erinnern“, so der ZDV-Präsident.
* Forschungen zum Kölner Dom, Band 2 Carolin Wirtz: »Dass die ganze Umgebung des Domes eine würdige Umgebung erhalte« Der Zentral-Dombau-Verein und die Freilegung des Kölner Domes (1882–1902) Hardcover, 108 Seiten, ISBN 978-3-922442-64-6, € 23,90, Verlag Kölner Dom
direkter Link zum Buch: <klick!>
Hier finden Sie die ausführliche Pressemitteilung: <klick!>
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26. November 2008
ZDV-Hauptversammlung in der Kölner Philharmonie
Kann es einen schöneren Ort für eine Hauptversammlung geben als einen Konzertsaal wie die Kölner Philharmonie? Entsprechend harmonisch und bereichert durch wunderschöne musikalische Einlagen lief die nur alle vier Jahre stattfindende Veranstaltung ab: Zur Einstimmung und zum Ausklang spielte Domorganist Prof. Dr. Winfried Bönig für die rund 1400 (von weltweit knapp 11.000) anwesenden ZDV-Mitglieder auf der Orgel. Später hörten die Gäste neben den kurzweiligen Grußworten des Kölner Erzbischofs Joachim Kardinal Meisner, des Kölner Oberbürgermeisters Fritz Schramma und des Kölner Dompropsts Dr. Norbert Feldhoff drei Chöre des Doms: den Kölner Domchor unter der Leitung des Domkapellmeisters Professor Eberhard Metternich, den Mädchenchor am Kölner Dom mit Klavierbegleitung von Domkantor Oliver Sperling sowie seiner Musikalischen Assistentin Natalie Badura und das Vokalensemble Kölner Dom, ebenfalls geleitet von Professor Metternich. ZDV-Präsident Michael H. G. Hoffmann führte durch den Abend und erläuterte dabei u.a. Neuigkeiten beim ZDV, vor allem den neuen Auftritt des Vereins, zu dem ein neues Logo, erstmals ein Slogan und die von Grund auf überarbeitete Internetseite gehören. Der ZDV-Präsident kündigte außerdem die erste wissenschaftliche Arbeit über die Domfreilegung an, die der Verein bei der Historikerin Dr. Carolin Wirtz in Auftrag gegeben hat und die Mitte Dezember im Verlag Kölner Dom erscheint. Die Forschungsarbeit soll auch den Dauerstreit um Lärm und Belästigung durch Skater, Rikschas und anderen „Verkehr“ auf der Domplatte beenden helfen, denn sie klärt die Frage, ob sich die Stadt Köln zur Zeit der Domfreilegung verpflichtet hat, für eine „würdige Domumgebung“ zu sorgen. Anhand der alten Original-Grundstücksverträge ist klar belegbar, dass die Stadt tatsächlich diese Auflage unterschrieben hat. (Am 5. Dezember wird das Buch der Öffentlichkeit in einer Pressekonferenz vorgestellt, danach finden Sie auf diesen Seiten eine ausführliche Information.) Nachdem ZDV-Sekretär Dr. Rüdiger Fuchs über Einnahmen und Ausgaben von 2004 bis 2007 informiert hatte, referierte Dombaumeisterin Prof. Barbara Schock-Werner über die aktuellen Arbeiten im und am Dom und führte anhand einiger Projektbeispiele deutlich vor Augen, dass der Arbeitsplan der Dombauhütte für die nächsten Jahrzehnte ausgefüllt ist. Mit dem Highlight des Abends überraschte gegen Ende der Hauptversammlung der Mädchenchor am Kölner Dom: Die jungen Sängerinnen trugen eine Neukomposition über die Geschichte des ZDV vor, die Domkantor Oliver Sperling eigens für den ZDV kreiert hatte und in deren Text der neue Slogan des Vereins als Refrain integriert ist: „…damit der Dom uns bleibt!“. Die ZDV-Familie dankte mit Riesenapplaus und freut sich sehr über diese Ergänzung von neuem Logo und neuem Slogan: Jetzt hat der Zentral-Dombau-Verein sogar eine eigene „Hymne“! Den musikalischen Schlusspunkt setzte Domorganist Prof. Dr. Bönig mit „Pomp & Circumstance“ von Edward Elgar.
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Die Kölner Philharmonie am 26.11.2008, kurz vor 18 Uhr: Allmählich füllt sich der Saal zur Hauptversammlung des ZDV
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In den vorderen Reihen nehmen die 40 Mitglieder des Vorstands Platz
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ZDV-Präsident Michael H. G. Hoffmann informiert über Neuigkeiten beim ZDV und führt durch den Abend
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"Ohne den ZDV keine Domvollendung" - Erzbischof Joachim Kardinal Meisner grüßt die ZDV-Mitglieder ebenso dankbar wie gutgelaunt
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Dompropst Dr. Norbert Feldhoff: "Auch heute würden wir es nicht schaffen ohne den Zentral-Dombau-Verein"
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Würdigte die Leistungen der "Großfamilie ZDV" für den Dom: Oberbürgermeister Fritz Schramma
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Ein Überblick über den Stand der Arbeiten im und am Dom von Dombaumeisterin Prof. Barbara Schock-Werner
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Der Mädchenchor am Kölner Dom mit Klavierbegleitung des Domkantors Oliver Sperling und geleitet von seiner Musikalischen Assistentin Natalie Badura
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Domorganist Prof. Dr. Winfried Bönig und der Kölner Domchor unter der Leitung von Domkapellmeister Prof. Eberhard Metternich | |
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September 2008
Der ZDV in neuer Optik
Der ZDV hat ein neues Outfit !
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September 2008
Die neue Dom-Illumination
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Zum Domerhalt gehört nicht nur, den Verfall bröckelnder Bausubstanz aufzuhalten oder die Figuren am Dom von ihrer zerstörerischen Luftverschmutzungs-Patina zu befreien. Eins von vielen Projekten, die der ZDV jüngst finanziert hat, ist die neue Innenraum-Beleuchtung des Doms.
Die alte Beleuchtung durch Hängelampen konnte nur den unteren Bereich des gotischen Raumes erreichen – das war unbefriedigend und unattraktiv. Deshalb hat das Kölner Metropolitankapitel im Jahr 2006 eine neue Lichtanlage für den Dom in Auftrag gegeben. Im Frühsommer 2008 war die Anlage fertig.
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Das neue Beleuchtungskonzept ist ein großer Wurf: Man steht in dem von oben bis unten in warmes Licht getauchten Dom, ohne auf Anhieb zu erkennen, woher es kommt.
Das neue Licht im Dom ist vielfältig veränderbar. Je nach Anlass können die verschiedenen Bereiche des Dom-Innenraums in unterschiedlich akzentuiertes Licht gesetzt werden.
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Für dieses intelligente Beleuchtungs-konzept hat die beauftragte Firma Bamberger einen Preis gewonnen (dritter Platz beim DALI- AWARD 2008).
Die Elektriker der Dombauhütte, Rolf Ackermann und seine Kollegen, hätten ihrerseits einen Preis fürs Kabellegen verdient: Viertausend Meter (!) Hauptkabel sorgen mit dafür, dass der Dom innen leuchtet. |

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ZDV-Audio:
Domradio.de
Zentral-Dombau-
Verein - Sendung
zum Nachhören
(17.9.2009)

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