1842 - das Jahr der Gründung



15. Januar: Sitzung des provisorischen Ausschusses des Zentral-Dombau-Vereins. Es wird beschlossen, Listen auszulegen, in die sich die Dombaufreunde eintragen können. Die bis zum 9. Februar eingetragenen Namen werden abgedruckt, um als Liste der Wählbaren zu dienen.


14. Februar: Gründungstag des Zentral-Dombau-Vereins. Erste Generalversammlung und zugleich Wahlversammlung im Gürzenich. Im Saal befanden sich über 3000 Dombaufreunde. Während des Wahlganges, bei dem 3327 Stimmen abgegeben wurden, dauerte die Einschreibung in die Mitgliedslisten fort. Wählbar war jedes Mitglied. Die meisten Stimmen erhielten Heinrich von Wittgenstein, Franz Egon Graf von Fürstenberg-Stammheim, Rechtsanwalt Friedrich Blömer, Farina, DeNoel, Essingh, Mülhens, Ludolf Camphausen und Josef Rolshausen.


16. März: Dritte Sitzung des Dombau-Vereinsvorstandes. Der Vorstand wählt von Wittgenstein zum Präsidenten. Der Verleger und Buchhändler M. DuMont-Schauberg lässt dem Vorstand durch Herrn von Wittgenstein mitteilen, dass er bereit sei, kostenlos ein Vereinsblatt für den Zentral-Dombau-Verein zu drucken und seiner "Kölnischen Zeitung" beizulegen.


31. März:  In der Sitzung des Vereinsvorstandes wird die Herausgabe des Domblattes beschlossen. Sulpiz Boisserée und Franz Liszt werden zu Ehrenmitgliedern des Dombau-Verein-Vorstandes ernannt.


10. April: Franz Egon Graf von Fürstenberg-Stammheim regt an, alle 500 Waisenkinder von Köln als Mitglieder des Zentral-Dombau-Vereins aufzunehmen und erklärt sich bereit, den Mitgliedsbeitrag von einem Taler für jedes Kind selbst zu bezahlen.


3. Juli: Die erste Nummer des "Kölner Domblattes" erscheint. Das Blatt erschien jeden Sonntag als Gratiszugabe der "Kölnischen Zeitung" im Verlag DuMont-Schauberg, konnte aber auch im Einzelabonnement bezogen werden. Seit 1845 kam es nur noch einmal im Monat heraus.


September: Rechtzeitig zum Dombaufest ist die Restaurierung des inneren Chores des Domes abgeschlossen.

4. September: Erstes Dombaufest - Grundsteinlegung zum Weiterbau. Die Mitglieder des Zentral-Dombau-Vereins versammeln sich auf dem Neumarkt und ziehen mit Musikbegleitung zum Dom. Es ist ein feierliches Hochamt, an dem auch König Friedrich Wilhelm IV. teilnimmt. Anschließend zieht man zur Feier der Grundsteinlegung zur Fassade des südlichen Querhauses. Der König hält eine denkwürdige, oft zitierte Rede, die er mit drei Hammerschlägen auf den Grundstein beendet. Zum Abschluss wird der erste Stein zum Fortbau des Domes mit Hilfe des alten Kranes hochgezogen und versetzt.

31. September: Beim Dombau sind jetzt 188 Arbeiter beschäftigt, davon allein 100 Steinmetzgesellen. Die Baukosten betrugen im Gründungsjahr 76.059 Taler.

 

   
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