1860 - 1869

 

1860

April: Der Aufbau des eisernen Dachstuhles beginnt. Einschließlich des Dachreiters war diese Konstruktion, deren technische Durchbildung der spätere Dombaumeister Karl Eduard Richard Voigtel besorgt hatte, am 15. Oktober fertiggestellt.

15. Oktober 1860: Am Geburtstag des schwerkranken Königs Friedrich Wilhelm IV. setzt Dombaumeister Zwirner den goldenen Morgenstern auf die Spitze des 109 Meter hohen Dachreiters.

 

1861

2. Januar: König Friedrich Wilhelm IV., erster Protektor des Zentral-Dombau-Vereins, verstirbt. Zum ersten Mal erscheint das Domblatt mit einem schwarzen Trauerrand.

22. Dezember 1861: Dombaumeister Ernst Friedrich Zwirner verstirbt. Bestürzung und Trauer der Dombaufreunde sind groß. Wieder erscheint ein Domblatt mit schwarz umrandeter Titelseite, eine Ehrung, die außer König Friedrich Wilhelm IV. und Zwirner bis dato niemand mehr erhalten hat.

 

1863

15. Juli: Der Abbau der Trennungsmauer zwischen Chor und Langhaus, die nach Fertigstellung des Chores um 1300 errichtet worden war, beginnt.

12. September: Der letzte Stein wird über dem Fußboden der Kirche weggenommen.

22. September: Das letzte Stück des Zwischendaches von 1848, die Überdeckung der Vierung, wird abgenommen. Der Innenraum des Domes ist frei!

13. Oktober: König Wilhelm von Preußen besucht den Dom und legt eine Urkunde über die Vollendung des Domes im Schlussring des Vierungsgewölbes nieder.

16. Oktober: Wahlversammlung des Zentral-Dombau-Vereins auf dem Rathausplatz. Mit Stolz blickte der Dombauverein auf die Leistungen der vergangenen 21 Jahre zurück. Das erste Ziel, die Vollendung des Innenraumes des Domes, ist erreicht. Die nördliche Hälfte des Domes war vollständig aus Vereinsmitteln gebaut worden.

 

 1864

14. Juni: Auf der 278. Sitzung des Vorstandes des Zentral-Dombau-Vereins gibt der Präsident die Genehmigung der Lotterie bekannt. Der Verein betrachtet die Lotterie als Zusatzeinnahme.


1865

4. September: erste Ziehung der Dombau-Lotterie. Der Hauptgewinn in Höhe von 100.000 Taler fällt auf die Los-Nr. 328 158. Es wurden 320.000 Lose abgesetzt. Der Reinertrag beläuft sich auf 177.000 Taler.

31. Dezember: Die Einnahmen des Vereins betrugen in diesem Jahr einschließlich mehrerer Raten aus der ersten Lotterie 108.617 Taler. Für den Dombau werden 89.000 Taler aufgebracht.

 

1868

29. Februar: Der Abbruch des alten Kranes auf dem Südturm beginnt. Das Dach des Domes ruhte auf dem Glockenstuhl, der die südliche Hälfte des ersten Obergeschosses ausfüllte und erst 1872 abgebaut wurde.

April: Die Domterrasse an der Trankgasse ist fertiggestellt.

Mai: Das von der Köln-Mindener Eisenbahngesellschaft gestiftete Fenster im südlichen Querschiff wird eingesetzt.

 

1869

Das Vereinsgedenkblatt dieses Jahres zeigt den Dom vom Nordwesten. Das Blatt ist der letzte Stahlstich in einer namhaftenReihe der Vereinsgedenkzeichen.

29. März: Heinrich von Wittgenstein, Regierungspräsident a. D., erster Präsident des Zentral-Dombau-Vereins, verstirbt im Alter von 72 Jahren.

31. Dezember: Beim Dombau sind jetzt fast 500 Arbeiter beschäftigt. Die Bausumme betrug in diesem Jahr 244.000 Taler, die zu 80 Prozent vom Zentral-Dombau-Verein aufgebracht wurde.

 

 

   
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