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1880 - 1900
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1880 - Das Jahr der Fertigstellung
19. Juni: Der letzte Balken zu den Gerüsten der Türme wird hochgezogen. Es sind die höchsten bis dahin ausgeführten Holzgerüste überhaupt.
23. Juli: Der Nordturm des Domes ist um 18 Uhr vollendet. Zu diesem Zeitpunkt ist er das höchste Bauwerk der Erde.
9. August: Der Dom kann zum ersten Mal durch das Hauptportal betreten werden.
14. August: Der Südturm ist bis auf den Schlussstein der Kreuzblume fertiggestellt. Der Zentral-Dombau-Verein hatte den 15. August, den Tag der Grundsteinlegung von 1248, als Vollendungstag des Domes angestrebt. Seit dem 26. Februar 1880 liefen die Vorbereitungen für das Fest der Dombauvollendung genau auf diesen Jahrestag hinaus. Der Schlussstein war aber an diesem 14. August um 9.53 Uhr nur vorläufig an Ort und Stelle gebracht, aber noch nicht versetzt, d. h. vergossen worden. Es sollte nämlich noch eine Urkunde in den Knopf der Kreuzblume eingefügt werden. Diese Handlung war der offiziellen Vollendungsfeier vorbehalten.
25. August: Durch Kabinettsorder legt der Kaiser, der den möglichen Fertigstellungstermin vom 15. August hatte verstreichen lassen, das Fest der Domvollendung auf den 15. Oktober, den Geburtstag seines Bruders Friedrich Wilhelm IV., fest. Das Metropolitankapitel erhält eine "Aufforderung, an diesem Tag ein Te Deum abzuhalten... (u.) die Domglocken läuten zu lassen...".
4. September: Konferenz zwischen Vertretern der Stadt Köln, der Regierung und des Zentral-Dombau-Vereins das Dombaufest betreffend. Ein Festprogramm wird ausgearbeitet und dem Kaiser zur Genehmigung eingereicht. Das Domkapitel wird nicht zur Mitarbeit herangezogen.
14. September: Das Metropolitankapitel, das das Festprogramm erst aus der Zeitung erfahren hatte, beanstandet in einem Brief an den Präsidenten, dass es das Programm nicht mitgestalten konnte. Es bittet, das Programm so zu ändern, dass der Dankgottesdienst (Te Deum) nach der weltlichen Feier stattfindet. In der vorliegenden Form sei "das Projekt unannehmbar".
21. September: Da seine Wünsche nach einer Änderung des Festprogramms abschlägig beschieden wurden, erklärt sich das Metropolitankapitel außerstande, an irgendeiner Festlichkeit außerhalb des Domes teilzunehmen. Auch der Einblick in den Text der zur Domvollendung zu unterzeichnenden Urkunde war dem Kapitel verwehrt worden. Es beschloss deshalb, diese Urkunde nicht zu unterzeichnen.
15. Oktober: Dombau-Vollendungsfest. Es findet statt in Anwesenheit des deutschen Kaisers Wilhelm I. und fast aller deutschen Fürsten sowie der Oberhäupter der freien Reichsstädte. Bei diesen glanzvollsten aller Dombaufeste fehlt zum Schmerz aller katholischen Dombaufreunde der Erzbischof, der seit seiner Flucht sein Erzbistum nicht mehr betreten hatte. Auch das von den staatlichen Stellen brüskierte Metropolitankapitel nimmt an den äußeren Feierlichkeiten nicht teil. Das Fest war ganz auf die Person des Kaisers ausgerichtet. |
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1881
18. April: Papst Leo XIII. antwortet auf eine Adresse des Dombauvereins vom 21. März 1881 aus Anlass der Vollendung des Domes und spricht seinen Dank für die ihm übersandten Geschenke, unter anderem die Dombau-Vollendungsmedaille in Gold, aus. - Die beiden anderen Goldmedaillen erhalten Kaiser Wilhelm I. und Kaiserin Augusta. |
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1889
September: Die erste von Professor Hugo Schneider aus Kassel entworfene Bronzetür wird in das Nordportal der Westfassade eingefügt. Die Tür ist 1,84 m x 5,40 m, also zehn Quadratmeter groß. Insgesamt sind zwölf derartige Öffnungen am Dom mit Bronzeflügeln zu schließen. |
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1892
18. November: Robert Esser, der Sohn des früheren Präsidenten Ferdinand Esser, wird nach dem Tode von Oswald Schmitz zum Präsidenten des Zentral-Dombau-Vereins gewählt. |
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1895
20. Mai: August Reichensperger wird zum Ehrenbürger der Stadt Köln ernannt.
16. Juni: August Reichensperger verstirbt. |
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1898
Mai: Mit der Fertigstellung des Mosaikbodens vor dem Hochaltar ist die Erneuerung des Domfußbodens abgeschlossen und das größte Ausstattungsstück des 19. Jahrhunderts vollendet. Mit den Vorarbeiten hatte die Herstellung des über 1300 Quadratmeter großen Mosaikbodens der Vierung, des Chores, und des Chorumgangs fast 15 Jahre gedauert. |
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