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1900 - 1920
Januar 1902. Dombaumeister Voigtel sagt, dass in den nächsten 100 Jahren keine wesentliche Restauration am Dom nötig sei und die zukünftige bauliche Unterhaltung des Domes jährlich etwa 13.000 Mark betragen würde. Zur Dombauhütte gehören nur noch neun Werkleute.
1. September 1903. Der Königliche Geheime Regierungs- und Oberbaurat Bernhard Hertel wird als Dombaumeister berufen.
16. Oktober 1903. Dombaumeister Hertel legt in einem 28 Seiten umfassenden Gutachten den durch Witterung gefährdeten Zustand des Domchores dar.
20. Mai 1906. Nach der Nachmittagsandacht fällt ein größerer Steinbrocken auf die gerade den Dom durch das Hauptportal verlassenden Seminaristen. Obwohl niemand verletzt wurde, alarmiert dieser Zustand die Öffentlichkeit, die bis dahin den Warnrufen des Dombaumeisters keine Beachtung geschenkt hatte.
1. August 1914. Ausbruch des Ersten Weltkrieges. Die Arbeiter der Dombauhütte werden einberufen. Bald müssen die Restaurierungsarbeiten am Chor eingestellt werden. 18. Mai und 21. August 1918. Die ersten Bomben fallen auf Köln. Auf Beschluss des Metropolitankapitels werden die mittelalterlichen Fenster des Domes ausgebaut, um sie vor weiteren Fliegerangriffen zu schützen.
Juni 1918. Die Kaiserglocke wird in dreimonatiger Arbeit im Turm zerlegt und zur Gewinnung von kriegswichtigem Material abgeliefert. |
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1920 - 1930
5. Mai 1923. Die Petersglocke - "Deutsche Glocke am Rhein" - wird gegossen.
24. November 1924. Die Glocke trifft im Kölner Hafen ein. 28. Oktober 1925. Erstes feierliches Geläut. Die Petersglocke ist die schwerste schwingende Glocke der Welt und unter den schweren Glocken die harmonisch klangvollste. Der Schlag ist ein reines C.
15. April 1924. Der Innenminister genehmigt die erste wertbeständige Lotterie. Die Beschränkungen sind beachtlich: Lospreis nicht über zwei Mark, Vertrieb der Lose nur außerhalb der "Sperrfrist für Privatlotterien" und Begrenzung des Reingewinnes auf 200.000 Mark.
21. Dezember 1927. Dombaumeister Hertel verstirbt.
8. Oktober 1928. Regierungsbaurat Güldenpfennig wird zum Oberbaurat und gleichzeitig zum Dombaumeister ernannt.
19. Oktober 1930. Festakt zur Feier der 50. Wiederkehr des Tages der Vollendung des Kölner Domes im Gürzenich, veranstaltet vom Zentral-Dombau-Verein. |